Zitate und Merkwürdigkeiten
(24)
1) „Wenn ich an Woodstock denke, habe ich immer ein Bild vor Augen: ein Polizist, der mitten auf der Wiese steht, seine Knarre im Auto verstaut hat und für eine Gruppe von Hippies Hotdogs grillt.“
Joan
Baez –
amerikanische Folksängerin und Ikone der Protestbewegung (KulturSPIEGEL
11/2008/62)
2)
„Die
Völker der Erde brauchen keine Globalisierung, keine multinationalen Konzerne,
keinen ungehinderten Geld- und Warenfluss – den brauchen nur die Profiteure
dieses Konstrukts. Die Menschen brauchen eine raumorientierte Volkswirtschaft,
die sich an den natürlichen Bedingungen der einzelnen Länder und den
Bedürfnissen der einzelnen Völker ausrichtet.“
Olaf
Neubauer im
SPIEGEL-Leserbrief 44 / 2008 / 6 (SPIEGEL ONLINE Forum)
3)
„Wie
viel angenehmer ist es doch, im warmen Stübchen universitärer Kasematten zu
verbleiben, als den Kampf gegen die fortschreitende Volksverdummung
aufzunehmen. Wir waren einmal als ein Volk der Dichter und Denker bekannt.
Heute verkommen wir zu verblödetem Schlachtvieh der Unterhaltungsindustrie.“
Iris-Annegret
Fuhr im
SPIEGEL-Leserbrief 44 / 2008 / 12
4)
„Ein
überlaufender saudischer Diplomat bot dem FBI 14.000 Dokumente an, welche ‚die
Verwicklung des saudischen Königshauses in alles mögliche, von Morden bis zu Terrorfinanzierung’
belegten. Obwohl ‚Agenten der unteren Ränge’ begierig auf die Dokumentation
waren, die ‚erregende Hinweise’ enthielt, wollten höhere Beamte ‚dieses
Material nicht anrühren’.“
Nafeez
M. Ahmed in
„The War on Truth“, S. 95 (zitiert bei Johannes Rothkranz: „Was am 11.
September 2001 wirklich geschah”, Kempten 2008, S. 58 f)
5)
„Alles
nur erdenkliche, was zur Aufklärung des tatsächlichen Hergangs der
‚Anschläge’ vom 11. September 2001 hätte dienen können, hat die amtliche
9/11-Untersuchungs-Kommission ... in ihrem Abschlußbericht vom 26. Juli 2004
systematisch weggelassen.“
Johannes
Rothkranz in
„Was am 11. September 2001 wirklich geschah“, Kempten 2008, S. 60
6)
„Sie
(DER SPIEGEL / Susan Pinker in „Die Biologie des Erfolgs“) wiederholen gebetsmühlenartig
Phrasen aus der Ära des Steinzeitfeminismus. Lebenserwartung: mit jedem neuen
Jahr, in welchem Frauen mit Männern beruflich konkurrieren, schmilzt auch der
Vorsprung der Frauen in puncto Lebenserwartung gegenüber den Männern – dies
zeigen deutlich die „Klosterstudien“, bei denen Nonnen und Mönche über einen
langen Zeitraum gleichen Lebensumständen ausgesetzt sind und die
Lebenserwartung beider Geschlechter nahezu gleich ist! Sie schreiben richtig,
dass die Zahl der Selbstmorde bei Männern gegenüber Frauen um das Dreifache
größer ist; Sie verschweigen jedoch immer wieder, dass die Anzahl der
Selbstmordversuche bei Frauen um die gleiche Größenordnung höher ist als bei
Männern!“
Michael
Schumacher im
SPIEGEL-Leserbrief 40 / 2008 / 6
7)
„Bush
wurde ausgelacht in den grauen Gängen der Uno.“
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 21 („Der Offenbarungseid“)
8)
„Die
Bundespolizei FBI ermittelt inzwischen gegen 26 große Finanzkonzerne sowie 1400
kleine Firmen und Privatpersonen wegen möglichen Betrugs.“
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 22 („Der Offenbarungseid“)
9)
„Nun
zahlen die Amerikaner den Preis für ihre Überheblichkeit.“
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 22 („Der Offenbarungseid“)
10) „Jetzt, nach dem Crash an der Wall Street, zeigt
die Debatte in der Uno, dass die lange Gedemütigten die Angst vor dem Riesen in
der Weltpolitik verloren haben.“
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 23 („Der Offenbarungseid“)
11) „Es gibt einen Aufstand gegen ein
Wirtschaftsmodell, ein kapitalistisches System, das der schlimmste Feind der
Menschheit ist.“
Evo
Morales –
Präsident Boliviens über den US-Kapitalismus (DER SPIEGEL 40 / 2008 / 23)
12) „Das amerikanische Imperium strebt seinem Ende
entgegen ... die nächste Generation amerikanischer Führer muss sich darauf
beschränken, innerhalb der eigenen Grenzen aktiv zu werden.“
Mahmud
Ahmadinedschad – Präsident Irans (DER SPIEGEL 40 / 2008 / 24)
13) „Nur fünf Wochen vor der Präsidentschaftswahl wird
die Notoperation an der Wall Street zum Polit-Drama erster Klasse. Schon die
mehrstündige Anhörung von (Finanzminister) Paulson, Notenbankchef Ben Bernanke
und dem Vorsitzenden der Börsenaufsicht SEC, Christopher Cox ... vor dem
US-Senat glich einem Schauprozess mit Regierung und Zentralbank auf der
Anklagebank.“
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 25 („Der Offenbarungseid“)
14) „Vielleicht können wir die Wall Street
zusammenbrechen lassen und die Realwirtschaft kommt relativ unversehrt davon.
Doch dieses Risiko sollten wir lieber nicht eingehen.“
Paul
Krugman –
Princeton-Ökonom (DER SPIEGEL 40 / 2008 / 25 zit. die „New York Times“)
15) „Die Position Amerikas gerät unter Druck, weil wir
eine Gesellschaft geworden sind, die kaum noch spart. ... Wir denken nicht an
andere und nicht an morgen.“
Paul Samuelson – lt. SPIEGEL der « Doyen der
Weltökonomen » (DER SPIEGEL 38/2005 u. 40/2008/28)
16) „Bundeskanzlerin Merkel hatte beispielsweise beim
G-8-Wirtschaftsgipfel in Heiligendamm (2007) ... versucht, ihre Staatsgäste von
der Notwendigkeit einer schärferen Finanzmarktkontrolle zu überzeugen. Doch
US-Präsident Bush und der britische Premier Tony Blair ließen die Kanzlerin
auflaufen.“
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 31 („Der Offenbarungseid“)
17) „Die großen internationalen Prüfinstitute wie
Moody’s oder Standard & Poor’s haben sich in der jüngsten Krise bis auf die
Knochen blamiert, weil sie vielfach selbst Schrottpapieren noch beste Bonität
attestierten.“
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 31 („Der Offenbarungseid“)
18) „Generell muss man wohl sagen, dass gewisse Teile
der marxistischen Theorie doch nicht so verkehrt sind.“
Bundesfinanzminister
Peer Steinbrück im SPIEGEL-GESPRÄCH (40 / 2008 / 34)
19)„Die Eliten müssen begreifen, dass es eine Frage des
Selbstschutzes ist, ein Gefühl für die richtige Balance zu entwickeln oder
Augenmaß walten zu lassen.“
Bundesfinanzminister
Peer Steinbrück im SPIEGEL-GESPRÄCH (40 / 2008 / 35) im Hinblick auf
maßlose Gehaltsentwicklungen, Steuerhinterziehung und Korruption
20) „Die alten Linken“, so der Dresdner
Politikwissenschaftler Werner Patzelt, „sind im Grunde Konservative, denen der
Staat abhandengekommen ist.“ Der Schweriner Linkspolitiker Böttger kann das
bestätigen. Seine „Mitglieder an der Basis“ wollten „mehr Ordnung, mehr
Sauberkeit und mehr Polizei auf der Straße. Wie bei der CDU“.
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 37 („Politischer Bumerang“)
21) „Wer nach Macht strebt, ist potentiell ein
gefährlicher Mensch.“
Altbundeskanzler
Helmut Schmidt in der ARD-Sendung „Beckmann“ (zit. in DER SPIEGEL 40 /
2008 / 97)
22) „Seit Monaten demonstrieren Zehntausende Anwälte
für Demokratie, die waren es, die Staatschef Musharraf stürzten.“
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 110 („Die schwarze Revolution“)
23) „Denn in Wirklichkeit ist Bush absolut unfähig,
einen Fehler zuzugeben. Er ist eingemauert in seinem Bewusstsein, berufen zu
sein.“
Filmregisseur
Oliver Stone (DER SPIEGEL 40/2008/147 – „Die Leere im Inneren“)
24) „Bush war ein Versager, ein Säufer, der wegen
Trunkenheit am Steuer verhaftet wurde.“
Filmregisseur
Oliver Stone (DER SPIEGEL 40/2008/151 – „Die Leere im Inneren“)
25) Vier Bush-Biografen, die im Frühjahr für das
Branchenblatt „Hollywood Reporter“ eine frühe Drehbuchfassung von Stones Autor
Stanley Weiser lasen, fanden allerdings, dass der Film diese Antwort (auf die
Frage, war Bush bereit für die Spitze des Staates) bereits selbst liefere. Man
gewinne den Eindruck, das Weiße Haus werde geführt wie „eine Burschenschaft“,
schrieb Robert Draper, Autor des Buchs „Dead Certain: The Presidency of George
Bush“.
DER
SPIEGEL 40 / 2008 / 151 („Die Leere im Inneren“)
26) „Seine (Putins) Kirchenbesuche sind keine Show. Er
ist ein rechtgläubiger, zutiefst überzeugter Christ und ein guter Mann, er hat
Russland aus einer tödlichen Krise geführt.“
Archimandrit
Tichon – Erzabt des Moskauer Sretenski-Klosters, auch in wortwörtlicher
Bedeutung „Putins Beichtvater“ genannt (DER SPIEGEL 29 / 2008 / 112 –
„Manhattan an der Moskwa“)
Anmerkung:
Putins Damaskuserlebnis wird aus einer wundersamen Begebenheit anlässlich der
Rettung seiner Kinder beim Brand seiner Datscha hergeleitet.
27) „Sinn und Zweck des Islam ist es, alle Arten von Terrorismus auszulöschen und die Nachricht von globalem Frieden zu verbreiten. Solche, die den Koran und die Kunde des Propheten Mohammed benutzen, um Terror zu rechtfertigen, halten nur eine Lüge aufrecht.“
Fatwa
gegen
Terrorismus – Ende Mai 2008 von der einflussreichen religiösen Deoband-Bewegung
in Indien erlassen (DER SPIEGEL 29 / 2008 / 121)
28) „Die Koalition der Mittelmäßigkeit bringt das Genie
auf das Schafott.“
Antoine
de Saint-Just (1767
– 1794) in seiner letzten Rede zur Verteidigung Robespierres. Wiederholung
durch Alfred Gusenbauer in dunkler Vorahnung des Endes seiner Kanzlerschaft
(DER SPIEGEL 29 / 2008 / 124)
29) „Daß wir alle immer blöder werden, ist bloß ein
übles Gerücht.“
Wolfgang
Höbel in
KULTUR EXTRA 7 / 1997 / 46
30) „Bundeskanzler schwallen sinnfrei bei jeder
Gelegenheit vom ‚Mantel der Geschichte’.“
Wolfgang
Höbel in
KULTUR EXTRA 7 / 1997 / 46
Hinweis für die 1997 noch geschichtslos Dahinvegetierenden: Gemeint ist Dr. Helmut Kohl, auch satirisch als „der Dicke aus Oggersheim“ bekannt. Als solcher darf er „schwallen“ und als Historiker darf er auch - selbstverliebt - nach einem Zipfel des „Mantels der Geschichte“ greifen. Allerdings hat sich die Geschichte mit der Wiedervereinigung ganz anders zugetragen als es uns die verlogenen Systemmedien vorgegaukelt haben und für das Versprechen der „blühenden Landschaften“ müsste sich der Schwadroneur mit Richtlinienkompetenz noch heute die Zunge abbeißen. Übrigens wartet Freya Barschel geborene von Bismarck noch heute auf eine Erklärung, ob er etwas mit dem Tod ihres Gatten zu tun hat.
31) „Ob Superlothar (Lothar Matthäus), SPEX (Musikzeitschrift)
oder SÜDDEUTSCHE (Zeitung), sie alle vertrauen in schöner Zuversicht
darauf, daß der Leser das irgendwie Gemeinte schon irgendwie verstehen werde.
Und meistens, da bin ich Kulturoptimist, tut er’s auch.“
Wolfgang
Höbel in
KULTUR EXTRA 7 / 1997 / 46
32) „Verschwörungssysteme aller Art besitzen einen
grandiosen Reiz: Sie verleihen komplizierten, scheinbar widersprüchlichen
Befunden plötzlich unbestechliche Logik und beheben das permanente Kausalitätsdefizit
der Realität.“
Wolfgang
Höbel in
KULTUR EXTRA 10 / 1997 / 46
33) „Der Oberhausener Apothekersohn Christoph
Schlingensief ... ist der Wunderknabe des schlechten Geschmacks ...
Schlingensief wird als heiliger Narr und genialer Wüterich verehrt und als
zynischer Provokateur verachtetet; dabei macht ihn sein Talent, die Ästhetik
der Straße mit rigoroser Moral zu verbinden, zum vielleicht radikalsten
demokratischen Künstler.“
KULTUR
EXTRA (Georg
Diez und Anke Dürr)
34) „Die bewusste und intelligente Manipulation der
organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element
der demokratischen Gesellschaft.“
Edward
L. Barnays (Neffe
von Sigmund Freud)
Anmerkung: In einer echten Demokratie ist das Staatsvolk umfassend, objektiv und nach den Regeln wissenschaftlicher Redlichkeit aufzuklären und zu informieren. Manipulation, Propaganda, Demagogie, Umerziehung und volkspädagogische Desinformation haben zu unterbleiben.
35) „Präsident Saakaschwili will seine Hausaufgaben machen, um schnell in die Nato zu kommen, und wir werden ihm gern dabei helfen.“
George
W. Bush („Panorama“-Sendung
vom 28.8.2008)
36) „In Zchinwali wurden Menschenrechte mit Füßen
getreten.“
Thomas
Hammarberg –
Menschenrechtskommissar des Europarats
37) „In meiner Regierung sind zwei israelische Juden:
der Verteidigungsminister und der Minister für Reintegration. Außerdem haben
wir die meisten unserer modernen Waffen aus Israel bekommen.“
Micheil
Saakaschwili –
Präsident Georgiens (DER SPIEGEL 34 / 2008)
38) „In Deutschland herrscht der Eindruck, wir leisten
dort (in Afghanistan) bewaffnete Entwicklungshilfe. Tatsächlich sind wir
im Krieg.“
Ex-Verteidigungsminister
Volker Rühe (CDU) in WAZ vom 22.8.2008
39) „Im Irak habe ich mich für den Westen geschämt.“
Jürgen
Todenhöfer –
1972 bis 1990 Mitglied des Bundestages (CDU)
40) „Alle berichte aus dem Irak sind gefiltert, es sind
Berichte aus der Sicht der amerikanischen Besatzer. (...) Mein Zorn ist in den
letzten Jahren gewachsen über die wirksame Propaganda des Pentagon, es hat ein
Informationsmonopol.“
Jürgen
Todenhöfer –
1972 bis 1990 Mitglied des Bundestages (CDU)
41) „Die westliche Politik ist unmoralisch. (...) An
dieser Doppelmoral wird der Westen scheitern.“
Jürgen
Todenhöfer –
1972 bis 1990 Mitglied des Bundestages (CDU)
42) „Es ist fast unmöglich, die Verschwendungssucht der
US-Regierung im Bereich des Militärischen zu übertreiben. Das
Verteidigungsministerium hat für das Steuerjahr 2008 mehr Ausgaben eingeplant,
als alle anderen Länder der Welt zusammen.“
Chalmers
Johnson –
emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der University of California
(San Diego) und ehemaliger Berater der CIA
43) „Ich war immer der Ansicht, dass die Einmischung (der
USA) in die Innenpolitik anderer Länder, dieses dauernde mehr oder weniger
heimliche Installieren oder Absetzen fremder Regierungen, gegen uns
zurückschlagen wird.“
Gore
Vidal –
US-Autor (u.a. Drehbuch für “Ben Hur”), Enkel eines Senators von Oklahoma und
bekennender Homosexueller (kultur SPIEGEL 10 / 2001 / 27)
44) „Die Regierung ist nicht unser Herr. Und sie darf
nie das eigene Volk angreifen und schon gar nicht mit militärischen Mitteln.
Genau das aber geschah 1993 in Waco, wo die Davidianer-Sekte sich verschanzt
hatte.“
Gore
Vidal –
US-Autor (u.a. Drehbuch für “Ben Hur”), Enkel eines Senators von Oklahoma und
bekennender Homosexueller (kultur SPIEGEL 10 / 2001 / 27 f)
45) „Wenn jemand nicht dazu in der Lage ist, die
Weltpolitik zu lenken, dann die US-Regierung. Und das amerikanische Volk war
schon immer der Ansicht, dass die USA sich nicht einmischen, sondern sich um
ihren eigenen Kram kümmern sollten.“
Gore
Vidal –
US-Autor (u.a. Drehbuch für “Ben Hur”), Enkel eines Senators von Oklahoma und
bekennender Homosexueller (kultur SPIEGEL 10 / 2001 / 29)
46) „Wir haben 1947/48 geholfen, Israel zu gründen. Es
war das Modell eines pluralistischen Staates, in dem Juden, Christen und
Muslime friedlich zusammenleben sollten. Doch dann hat eine radikale Gruppe von
Juden die Idee entwickelt, aus dem Land einen theokratischen Staat zu machen,
in dem Christen und Muslime nichts zu suchen hätten. Das hat zu dem heutigen
Konflikt geführt.“
Gore
Vidal –
US-Autor (u.a. Drehbuch für “Ben Hur”), Enkel eines Senators von Oklahoma und
bekennender Homosexueller (kultur SPIEGEL 10 / 2001 / 30)
47) „Nun ist es nicht schwer, zum Rätsel zu werden,
wenn man sich nur dunkel genug ausdrückt.“
Thomas
Darnstädt in
„Der Mann der Stunde. Die unheimliche Wiederkehr Carl Schmitts“ (SPIEGEL-Essay
39/2008/160)
48) „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.“
49) „Die dunklen Ideen des Mystikers und Kronjuristen
der Nazi-Diktatur (Carl Schmitt) bildeten seit 1949 tatsächlich weltweit
das Grundrauschen antiliberaler und antidemokratischer Gesinnung.“
Thomas
Darnstädt in
„Der Mann der Stunde. Die unheimliche Wiederkehr Carl Schmitts“ (SPIEGEL-Essay
39/2008/160)
50) „Der Führer schützt das Recht.“
Carl
Schmitt –
Überschrift eines Aufsatzes in DJZ 1934, 945 ff
Anmerkung: In diesem unsäglichen Aufsatz rechtfertigte der Volljurist und Professor der Rechtswissenschaft Carl Schmitt die von Hitler (im Wesentlichen) angeordneten und von Himmler, Göring und Konsorten ausgeführten Morde anlässlich der sog. Röhm-Affäre. Die in Richtung Staatsnotstand o. ä. zielenden Behauptungen der Mörder, Röhm habe putschen wollen, waren objektiv unwahr und subjektiv frech gelogen.
51) „Nationalsozialistische Stellen versuchten ... ab
1936 (Carl) Schmitt als bloßen Opportunisten darzustellen und durch
Hinweis auf seine fehlende nationalsozialistische Gesinnung aus seiner
Machtstellung zu vertreiben.“
Wikipedia
zu „Carl
Schmitt“
52) „Bei der Lektüre des Grundgesetzes überfällt mich
die Heiterkeit eines allwissenden Greises.“
Carl
Schmitt –
von den Alliierten mit Lehrverbot belegt
53) „Wie weiland in Italien unter Berlusconi halten
sich die Medien, die zum Großteil ‚Sarkos’ Freunden (er ist jüdischer
Abkunft und wer weltweit überwiegend die Presse kontrolliert, wissen wir ja) gehören,
bei Präsidentenkritik vornehm zurück. Sarkozy hat schließlich ein Exempel
statuiert, was aufmüpfigen Berichterstattern blüht: Ein Chefredakteur von
‚Paris Match’ musste gehen, weil er es 2005 gewagt hatte, Cécilia Sarkozy
turtelnd auf dem Titel zu zeigen – mit ihrem damaligen Geliebten Attias.“
54) „Der kapitalistische Geist wäre im Mittelalter als Ausdruck einer schlechthin würdelosen Gesinnung geächtet worden.“
Max
Weber –
einer der bedeutendsten Soziologen aller Zeiten
55) „Bob (Dylan) befreite den Geist, wie Elvis (Presley)
den Körper befreit hat.“
56) „Elvis Presley hat unter anderem deutsche Vorfahren. In den 1990er Jahren fanden Ahnenforscher heraus, dass der südpfälzische Winzer Valentin Pressler, der um 1700 nach Amerika auswanderte, sein Urahn ist.“
Wikipedia
zu „Elvis
Presley“
57) „Außer Blues hatte mich nie etwas interessiert, bis
ich Bob Dylan hörte.“
58) „Bob Dylan hatte wahrscheinlich mehr Einfluss auf die Menschen meiner Generation als jeder andere Künstler.“
Ex-US-Präsident Bill Clinton
59) „Es hat keinen Sinn, Sorgen im Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer.”
60) „Unbarmherziges New York: Eine Frau sitzt im Wartezimmer, 24 Stunden lang, dann fällt sie vom Stuhl und stirbt. Die Wachmänner sehen tatenlos zu, die Schwestern greifen nicht ein, andere Patienten sitzen neben ihr, telefonieren seelenruhig.“
DER
SPIEGEL 31 / 2008 / 5 über einen Vorfall im Kings-County-Krankenhaus von Brooklyn
Anmerkung: Wir möchten nicht, daß sich solche amerikanischen Zustände in Deutschland breit machen!
61) „Jeder Besucher, der zu Brigitte Zypries (Bundesjustizministerin)
will, muss daran vorbei. Die
Karikatur zeigt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble vor einem düsteren
Hintergrund, mit schweren Kopfhörern und dem Titel ‚Das Leben der Anderen, Teil
II’. Sie rückt den Innenminister subtil in Stasi-Nähe.“
DER
SPIEGEL 31 / 2008 / 32 („Die Bremserin“)
Anmerkung:
Der weitere Schriftteil der Karikatur verdient auch mitgeteilt zu werden; er
lautet nämlich Telekommunikationsüberwachung / Vorratsdatenspeicherung / Heimliche
Online-Durchsuchungen / Erweiterte Rasterfahndung / Großer Lauschangriff /
Speicherung aller Fingerabdrücke / Biometrische Passdaten / Nutzung der
Mautdaten / Fluggastdatenspeicherung / usw. usw.
62) „Jetzt steht sie (Brigitte Zypries) in der
Abendsonne auf der riesigen Terrasse über dem Wannsee und raucht eine Gauloise.
Schäuble ist weit weg. Es könnte ein schöner, entspannter Abend werden.“
DER
SPIEGEL 31 / 2008 / 33 („Die Bremserin“)
63) „Auch Mäzenatentum ist kein Ersatz für
Steuerehrlichkeit.“
Bundesjustizministerin
Brigitte Zypries – vor einem elitären kleinen Wirtschaftsgipfel in der
Berliner Repräsentanz des schwerreichen schwäbischen Schraubenfabrikanten und
Museen-Stifters Reinhold Würth in naheliegender Anspielung an eben diesen (DER
SPIEGEL 31 / 2008 / 33)
64) „Wäre das Kabinett ein Kosmos, Zypries und Schäuble
wären die am weitesten entfernten Planeten.“
DER
SPIEGEL 31 / 2008 / 34 („Die Bremserin“)
65) „Vier Jahre sind seit dem (angeblichen)
Giftanschlag auf den heutigen Präsidenten (der Ukraine) Wiktor
Juschtschenko vergangen, aber noch immer ist das Ende der Ermittlungen nicht in
Sicht. ... Er (Juschtschenko) gehe davon aus, dass Schwanija (Juschtschenkos
damaliger Vize-Wahlkampfleiter) ihm das Gift verabreicht haben könnte,
erklärte der Staatschef ... Schwanija, durchs Parlamentsmandat immun, war kurz
zuvor ebenfalls in die Staatsanwaltschaft geladen worden, hatte jedoch die
Befragung empört abgebrochen. Einen Dioxin-Anschlag habe es nie gegeben, die
Ermittlungen seien eine ‚Show’, erklärte er. ... Als der gebürtige Georgier (Schwanija)
bezweifelte, dass es das Attentat überhaupt gegeben habe, ließ
Juschtschenko ihm die ukrainische Staatsbürgerschaft aberkennen – was Schanija
vor Gericht rückgängig machen will.“
66) „Auf immer mehr Websites werden Menschen an den Pranger gestellt und denunziert. Die Freiheit des Internet wird missbraucht, um Unfreiheit zu schaffen.“
DER
SPIEGEL 31 / 2008 / 144 (Philipp Oehmke: „Big Brother im Netz“)
67) „Gegenüber einem deutschen Magazin (DER SPIEGEL)
sagte er (der irakische Premierminister Nuri al-Maliki), er
unterstütze Obamas Plan, die Truppen binnen 16 Monaten abzuziehen. Er sagte:
‚Wir denken, das wäre der richtige Zeitraum für den Abzug’. Mein Gott. Maliki
ist ja soo naiv, was den Irak angeht.“
Aus
der TV-Sendung „The Daily Show“ vom 21. Juli 2008 (zit. in DER SPIEGEL
31 / 2008 / 154)
68) „Bisher hatte ich – obwohl fast ein
Vierteljahrhundert lang SPD-Mitglied – Harry Peter Carstensen für den
annehmbarsten der letzten fünf schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten
gehalten. Er ist drauf und dran dieses Qualitätssiegel zu verspielen und zwar
nicht, weil er mit dem „roten Rambo“ und Harvard-Studenten Stegner nicht
klarkommt (wer würde mit dem schon klarkommen!?), sondern weil er die Unperson
Dr. Carl Hermann Schleifer aus dem LIONS-Club (und dann noch mit einem
Jahresgehalt von angeblich 250.000 Euro) zum Chefsanierer (sprich:
Privatisierer) des UKSH und die Unperson Dr. Klaus Brock aus dem Rotary-Club
zum Richter am schleswig-holsteinischen Verfassungsgericht gemacht hat. Herr
Carstensen sollte klarstellen, ob noch Artikel 20 Absatz 2 Satz 1 des
Grundgesetzes gilt, wonach alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht oder ob dieses
demokratische Urprinzip zwischenzeitlich klamm heimlich zugunsten jüdisch
inspirierter Hinterzimmerkungelrunden (sprich: Logen und Serviceclubs)
abgeschafft wurde. Das Volk hat sicherlich Anspruch darauf, zu erfahren, woran
es ist.“
Detlef
Winter –
Opfer der schwarz-braun-roten Justizmafia (vgl. den Leserbrief des
pensionierten Richters Frank Fahsel in der SZ vom 9.4.2008, in dem von
unzähligen kriminellen Richtern und Staatsanwälten die Rede ist!)
69) „Ich will wie Gandhi, Martin Luther King und John
Lennon sein, aber ich will leben!“
Madonna
Louise Ciccone – US-amerikanische Popikone (LN vom 26./27. Oktober 2008)
70) „Ein Mann tut, was er tun muß, ohne Rücksicht auf
persönliche Konsequenzen, Gefahren und Druck; das ist die Grundlage der
menschlichen Sittlichkeit.“
John
F. Kennedy –
katholischer Präsident der USA, der an einem kabbalistisch hoch signifikanten
Tag ermordet wurde, ohne daß die Freimaurerbande vom Potomac bis heute die
Mörder hat bestrafen lassen
71) „Schauspieler Manfred Krug hat ... das Fernsehen
kritisiert. ‚Es wird immer blöder’, sagte der 71-Jährige. Zwar sei es ein
Massenmedium, und es müsse auch Triviales geben. ‚Aber der Zuschauer darf doch
nicht jeden Vor- und Nachmittag mit Sülzsendungen und trostlosen Serien
abgefüttert und geistig unterfordert werden. Dafür zahle ich nicht meine Fernesehgebühren’.“
Lübecker
Nachrichten vom
25.10.2008
72) „Die Linke (früher: PDS) kritisiert die
Sondermüll-Lieferungen des Flughafens auf die Mülldeponie Ihlenberg (früher:
Schönberg) und fordert von Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) Aufklärung, wer
das genehmigt habe. ‚Es gibt einen gültigen Beschluss der Bürgerschaft, keinen
Müll an die Deponie zu liefern’, sagt Klaus Voigt, Mitglied der Bürgerschaft.“
Lübecker
Nachrichten vom
24.10 2008
73) „Vier Millionäre sind juristisch gegen eine
Inszenierung am Hamburger Schauspielhaus vorgegangen. Sie sollten mit
Firmenanschrift und Vermögensverhältnissen im Polit-Drama ‚Marat, was ist aus
unserer Revolution geworden?’ genannt werden: Regisseur Volker Lösch lässt eine
Gruppe von (tatsächlichen) Hartz-IV-Empfängern am Ende des Stücks eine Liste
der 28 reichsten Hamburger vorlesen. ... Die betroffenen (vier) Namen
wurden bei der Premiere ausgelassen, stattdessen wurde das Anwaltsschreiben
zitiert. Hamburger Medien veröffentlichten gestern jedoch die vier Namen und
die Größe ihrer Vermögen.“
Lübecker
Nachrichten vom
28.10.2008
74) „Wir haben uns daran gewöhnt, dass Reichtum
versteckt bleibt, Armut aber ganz undiskret ans Licht gezerrt wird. Wer reich
ist, verschanzt sich hinter Zäunen und in einer Parallelwelt des Kostspieligen
und muss nicht rechtfertigen, ob und womit er oder sie das Vermögen verdient.
Wer arm ist aber muss sich rechtfertigen, muss seine privaten Verhältnisse
offen legen, wird beargwöhnt und darf im Betrugsfall nicht auf Milde hoffen
...“
Michael
Berger in
den Lübecker Nachrichten vom 28.10.2008 (Kommentar zu den Vorgängen, die in der
lfd. Nr. 73 beschrieben sind)
Anmerkung: Das Basisprinzip, das der sog. Klassenjustiz zu Grunde liegt, beherrscht nicht nur die sog. Rechtspflege, sondern durchwirkt viele staatliche und gesellschaftliche Bereiche. Ein Gemeinwesen, das sich bei jeder x-beliebigen Gelegenheit auf seine angeblich christlich-abendländischen Wurzeln beruft, sollte im Hinblick auf Kinderarmut und Hartz-IV-Lebensqualität vor Scham in den Boden versinken. Die Sozis machen die Drecksarbeit für die Kapitalisten, die Agenda wird nach einem Kriminellen benannt, der wohl nur deshalb nicht in den Knast muß, weil er seinen Patriarchen durch Lügen und/oder Schweigen beschützt und die Kritiker werden als „Populisten“ oder ohne Rücksicht auf konkrete Zusammenhänge unter Hinweis auf ein 1989 untergegangenes Gesellschaftssystem diffamiert. Feine Zustände sind das und die Regierung ist einfach „toll“!
75) „In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.“
Hans-Werner
Sinn im
Tagesspiegel
76) „Ich habe das Schicksal der Juden nach 1933 in
keiner Weise mit der heutigen Situation der Manager vergleichen wollen. Ein
solcher Vergleich wäre absurd.“
Hans-Werner
Sinn an die
Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch
Anmerkung: Ein solcher Vergleich wäre in der Tat absurd und sehr fern liegende Interpretationsmöglichkeiten lässt man üblicherweise außer betracht, wenn man sich äußert, sonst landen wir bei Methoden à la Richelieu, der nach eigenem Bekunden nur sechs beliebige Zeilen von einem Menschen benötigte, um ihn dafür aufzuhängen (und wenn es ein Kochrezept sein sollte ...). Die Auslösung der Weltwirtschaftskrise von 1929 mit einem anonymen Systemfehler zu begründen, entspricht allerdings nicht den historischen Gegebenheiten, was nicht unbedingt etwas damit zu tun hat, daß amerikanische Geheimdienstkreise die Protokolle der Weisen von Zion bereits unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg für inhaltlich authentisch erachtet haben (über die „Echtheit“ zu streiten ist müßig).
77) Altkanzler Helmut Schmidt hat Aufsehen erregt, als er Oskar Lafontaine in einem Atemzug mit Adolf Hitler nannte, der ebenfalls ein charismatischer Redner gewesen sei.
Lübecker
Nachrichten vom
28.10.2008 (inhaltsgetreue Zusammenfassung)
Anmerkung: Ein genereller Vergleich zwischen Hitler und Lafontaine ist natürlich ähnlich absurd wie sie aus der obigen Klarstellung von Herrn Sinn ersichtlich ist. Was die Eloquenz anbetrifft, sind/waren beide sicherlich Künstler, aber man fragt sich gleichwohl, was ein solcher Vergleich soll. In diesem Zusammenhang bewegen und ganz andere Fragen: Bei Lafontaine kann man sich das alles erklären. Er hat Abitur, ist Akademiker, Jesuiten waren an seiner Ausbildung beteiligt und er hat eine jahrzehntelange Erfahrung als Politiker und Medienjongleur. Wie aber kam der erfolglose Schüler und verhinderte Kunststudent aus dem kulturell rückständigen Waldviertel mit seiner oft inzestuösen Ahnenreihe zu seiner diabolisch genialen Rednergabe?
78) „Oskar Lafontaine ... hat (Helmut) Schmidt
vor gut 25 Jahren vorgeworfen, dieser fordere ‚Sekundärtugenden’, mit denen man
‚auch ein KZ betreiben’ könne.“
Lübecker
Nachrichten vom
28.10.2008
Anmerkung: Ein – insbesondere unter (damaligen) Genossen – schwer verzeihlicher Ausrutscher. Willy Brandt soll Oskar Lafontaine dann nicht mehr die Hand gegeben haben; vielleicht beruhte dies auf jener Entgleisung. Primär- und Sekundärtugenden sind beide wichtig. Die sich aus dem ersten Wortteil ergebende Rangfolge hat nur im - relativ seltenen - Kollisionsfall Bedeutung. So lange § 130 III StGB nicht vom Bundestag geändert oder vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärt wird, sollte man von einer Darstellung der Konzentrationslager (die übrigens mit KL und nicht mit KZ abgekürzt wurden), die alle historischen Forschungsergebnisse umfassen, absehen.
79) „Dort (in einem KZ) hätte nach Ansicht von
Silvio Berlusconi auch Martin Schulz arbeiten können. Nachdem der
SPD-Europaparlamentarier im Jahr 2003 den italienischen Ministerpräsidenten für
dessen Umgang mit Justiz und Medien kritisiert hatte, bot ihm Berlusconi die
Rolle als Aufseher in einem KZ-Film an.“
Lübecker
Nachrichten vom
28.10.2008
80) „Es ist unglaublich, dass sich zwei Menschen (Thomas
Gottschalk und Marcel Reich-Ranicki) im Fernsehen so herablassend äußern
dürfen. Für mich wirken die beiden Herren schon ziemlich senil. Akademiker und
besonders Lehrer haben ja in jüngster Vergangenheit in zahlreichen Wissensshows
bewiesen, wie mangelhaft ihr Wissen ist. Die Intelligenz einer Person sollte
man nicht daran messen, ob jemand diese oder jene Sendung schaut und
Shakespeare mag.“
Lothar
Prahl in
einem Leserbrief (Lübecker Nachrichten vom 26./27. Oktober 2008)
Anmerkung: Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Hamburg wird nicht betraft, wer Marcel Reich-Ranicki als „Eichmann von Kattowitz“ bezeichnet. Daß er gleichwohl eine solche dominante Rolle im deutschen Kulturbetrieb und in den Medien spielt, mag an seiner jüdischen Abkunft liegen. Der spätere Literaturnobelpreisträger Günter Grass bezeichnete ihn im Streit als „Altstalinisten“ und „Geheimdienstoffizier“. Seine Tätigkeit als Hauptmann des polnischen Geheimdienstes dürfte als gesichert feststehen. Thomas Gottschalk trat als Student der katholischen Verbindung „Tuiskonia“ bei. Später war er Mitglied im Bundesvorstand des Cartellverbandes. Gottschalk ist Mitglied im LIONS-Club, einer jüdisch inspirierten Vorfeldorganisation der Freimaurerei.
Auch
wir halten die Qualität des öffentlich-rechtlichen Fernsehens für miserabel.
Die viel zu hohen Gebühren stehen in einem krassen Missverhältnis zur Qualität
des Programms. Etwa 90 % des privaten TV-Angebots halten wir für schlicht
indiskutabel („Untergang des Abendlandes“).
81) „Für bessere, umfassendere Bildung werden rigorose, aktive und umfassende Maßnahmen und Finanzierungen angemahnt. Auf der anderen Seite werden wir aber tagtäglich halbtot getrampelt von unglaublich dämlichen, primitiven Fernsehsendungen, gespickt noch dazu mit aggressiver Werbung!“
Ulrich
Dieckhoff in
einem Leserbrief (Lübecker Nachrichten vom 26./27. Oktober 2008)
82) „Es ist schwer zu ertragen, dass aufgrund eines
Formfehlers, Verstreichen von gesetzlichen Fristen und Defiziten in der
Gesetzgebung ein von Gutachtern als weiterhin gefährlich eingestufter
Sexualstraftäter aus der Haft entlassen wird.“
Detlef
Hardt –
Polizeihauptkommissar a.D. / Leiter des Weißen Rings Lübeck in einem Leserbrief
(Lübecker Nachrichten vom 26./27. Oktober 2008)
83) „Die Vorstellung ist nicht für Bush, Rice und
Cheney, sondern für diejenigen beendet, deren Häuser und Lebensgrundlagen
hinweggebombt wurden. Die drei Figuren ... gehören wegen Planung und
Durchführung eines Angriffskrieges vor das Internationale
Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gestellt.“
Jascha
Thelemann im
SPIEGEL-Leserbrief 45 / 2008 / 12
84) „Bush war der gewissenloseste US-Präsident aller
Zeiten!“
85) „Der sonderbare Umgang Frau Merkels von 1994 bis 1998 mit Atommüll darf keinen aufmerksamen Zeitgenossen sonderlich überraschen. Die offenbar neuentdeckten Dokumente bezüglich des Atomklos Morsleben aus Frau Merkels Amtszeit als Umweltministerin mögen lediglich das bestätigen, was schon damals in Echtzeit erlebbar war: eine geradezu unverantwortliche Haltung zu eindeutigen Verfahrensvorschriften oder aber ein zutiefst naiver Umgang mit höchst gefährlichem radioaktivem Abfall. Beides empfiehlt niemanden für höchste Ämter.“
Hauke
Guttenberg im
SPIEGEL-Leserbrief 45 / 2008 / 16
86) „Frau Merkel hatte auf die Atomlobby gehört und
verantwortet nun die Einlagerung von mehr als 20.000 Kubikmeter Atommüll im
einsturzgefährdeten Salzbergwerk Morsleben.“
87) „Das Eröffnen einer Stehbierkneipe ohne den schlüssigen Nachweis einer Abfallentsorgung wäre in diesem unserem Lande unmöglich. Im Falle eines Kernreaktors ist man offensichtlich etwas großzügiger.“
Anmerkung:
Wer etwas unerwartet Hintergründiges über unsere in der DDR sozialisierte
Bundeskanzlerin wissen möchte, der lese www.luebeck-kunterbunt.de/Favoriten/Merkels_Strippen.htm
und nehme auch ihre Mitgliedschaft im Rotary-Club zur Kenntnis.
88) „Die Arge sollte ihre Energie darauf verwenden, die
Arbeit im eigenen Hause zu untersuchen (anstatt Hartz-IV-Empfängern
hinterherzuschnüffeln) und die Anzahl falsch erstellter Bescheide zu
reduzieren. Damit würden dem Steuerzahler Millionen an Gerichtskosten erspart,
die betrogene Hartz-IV-Empfänger als Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen, um
ihre sowieso schon verfassungswidrig verletzten Rechte gegen die Arge
durchzusetzen.“
Heidi
Laber im
SPIEGEL-Leserbrief 45 / 2008 / 16
89) „Während allerorten evangelisch-lutherische
Gemeinden und Kreise fusionieren und Kirchen verkauft werden müssen, hat die
EKD-Spitze mit Bischof Huber einen Höhenflug (die Lutherstadt Wittenberg
soll Zentrum einer religiösen Missionsbewegung werden) – kostenträchtig und
keineswegs in lutherischem Geiste gottgefällig. Ich hätte nie geglaubt, dass es
für Protestanten einmal notwendig sein könnte, gegen die hoffärtige EKD-Spitze
eine Bewegung ‚Kirche von unten’ wie die Katholiken gründen zu müssen. Wie
ignorant und egozentrisch muss jemand sein, den immer noch vielen Zeichen der
Not einen protestantischen Wallfahrtsort entgegenzusetzen? Dazu fällt mir nur
noch – könnte auch von Luther stammen – der Spruch ein: ‚Der Fisch beginnt am
Kopf zu stinken’.“
Maren
Plaschnick im
SPIEGEL-Leserbrief 45 / 2008 / 19
Anmerkung: Nicht nur Bischof Wolfgang Huber (und Karl Kardinal Lehmann), sondern auch seine Amtsschwester Margot Käßmann sind Mitglieder im Rotary-Club, einer freimaurerischen Vorfeldorganisation. Man kann viel Schlechtes über die katholische Kirche, den Vatikan und die unzähligen Irrtümer von Päpsten und Konzilien sagen und schlimme Dinge in Deschners Kriminalgeschichte des Christentums nachlesen, aber in einem Punkt haben diverse Päpste seit 1738 allemal Recht gehabt: in der kompromisslosen Verurteilung der Freimaurerei, die nämlich u.a. die Zerstörung der Kirche und die Vernichtung des christlichen Glaubens im Schilde führt. Nichts anderes kann man von den hochgradigen Logenbrüdern auch erwarten, wo sie doch den gefallenen Erzengel Luzifer – mithin Satan – verehren und in seine Herrschaft einführen wollen.
90) „Auf dem Burschentag 1922 wurde von den österreichischen Burschenschaften der Antrag gestellt, daß kein Burschenschafter Freimaurer sein dürfe. Der Altherrentag und der Burschentag 1923 erklärten diesen Antrag als gegen die Verfassung der deutschen Burschenschaft verstoßend für formell unzulässig.“
Eugen
Lennhoff et alt. in „Internationales Freimaurer Lexikon“, München 2000, S. 163
91) „Politik, Krankenkassen und Kassenärztliche
Vereinigungen treiben durch ewig neue Gängelungen die Ärzte an den Rand des
Wahnsinns.“
Dr.
Benjamin Zitzewitz im SPIEGEL-Leserbrief 45 / 2008 / 19
92) „In normalen Zeiten ist Politik zu einem großen
Teil eine nur halb ernst gemeinte Schlacht der Worte. Dabei gehen viele Akteure
hysterisch vor. Politiker schlagen mit Worten um sich, weil sie die Stimmung
aufladen wollen. Journalisten machen aus kleinen Sätzen große Schlagzeilen.“
DER
SPIEGEL 45 / 2008 / 33 („Unwirkliche Wirklichkeit“)
93) „Gerold Tandler, Erwin Huber, Edmund Stoiber,
Markus Söder, das waren Grob-Rhetoriker, die die Ressentiments der bayerischen
Provinz bedienten. Sie waren hemmungslose Populisten, die die Drecksarbeit für
ihre Parteivorsitzenden erledigten.“
DER
SPIEGEL 45 / 2008 / 35 („Samt statt Loden“)
94) „Unsere soziale Schieflage ist dramatisch im
Vergleich zur westlichen Welt, rund jeder fünfte Einwohner lebt in Armut.“
Eli
Jischai –
Vorsitzender der ultraorthodoxen Schas-Partei über die Lage in Israel (DER
SPIEGEL 45/2008/117)
95) „Staaten wie Russland und Brasilien verdanken ihren
Aufstieg zum großen Teil dem Rohstoffboom, den die Welt in den vergangenen
Jahren erlebte. Nun sind die Preise für Öl und Kupfer, für Weizen und Mais
eingebrochen, eine gewaltige Schuldenspirale kommt in Gang: Die Unternehmen und
Banken, die im Ausland gigantische Summen für Investitionen aufgenommen haben,
können ihre Gläubiger nicht mehr bedienen, die Anleger ziehen ihr Kapital ab.
Devisen werden knapp, Importe unerschwinglich, die eigene Währung verliert an
Wert – entsprechend wächst der Schuldenberg weiter.“
DER
SPIEGEL 45 / 2008 / 119 („Das Gespenst von Buenos Aires“)
96) „40.000 Menschen versammelten sich vor Weihnachten
2001 auf der Plaza de Mayo (in Buenos Aires / Argentinien) vor der Casa
Rosada, dem Regierungspalast. Sie schlugen Tag und Nacht Töpfe und Pfannen
gegeneinander, bis Präsident Fernando de la Rúa per Hubschrauber entnervt
flüchtete. Das Bild des fliehenden Präsidenten hat sich eingebrannt ins
kollektive Gedächtnis der Argentinier.“
DER
SPIEGEL 45 / 2008 / 119 („Das Gespenst von Buenos Aires“)
97) „Nach zwei Jahren als Sabbat-Goi wundert sich Abu
Ali über nichts mehr in dieser frommen Welt (in Westjerusalem), in der
Menschen gegen das Internet, gegen MP3-Spieler und Organspenden Sturm laufen.
In der sie aber gleichzeitig Zeitschaltuhren und Aufzüge erfinden, die
automatisch in jeder Etage stoppen, um die Halacha mit Hilfe von Hightech
auszutricksen.“
DER
SPIEGEL 45 / 2008 / 134 („Mittler zwischen den Zeiten“)
98) „Wer als Intellektueller in der Bundesrepublik
Karriere machen will, der muss dies fast immer abseits der Universitäten tun.
Peter Sloterdijk oder Rüdiger Safranski, unsere Vorzeigephilosophen, sind aus
dem Apparat gefallene Germanisten. Sie bestimmen heute die Debatten, listiger
und mutiger als die meisten ihrer Kollegen mit stromlinienförmiger
Universitätsbiografie. Die wenigen Unangepassten, die Kreativen und
Neugierigen, fallen unter dem berechtigten Vorurteil der Medien gegen die
Geisteswissenschaften gar nicht auf.“
Richard
D. Precht in
DER SPIEGEL 45 / 2008 / 171 („Sie wollen nur spielen. Warum uns neue
öffentliche Denker fehlen“)
99) „Er (Stasi-Offizier Klaus Eichner) hat ein
Buch über die Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) dabei, das er
zusammen mit (Gotthold) Schramm herausgegeben hat. Es geht darum, dass
der BND ein Auffangbecken für alte Nazis und Kriegsverbrecher gewesen sei.
Alles sei nachprüfbar, alles belegt, sagt der Oberst, tausend Quellennachweise
hätten sie.“
DER
SPIEGEL 45 / 2008 / 176 („Keine Spur von Diktatur“)
Anmerkung: Ohne die Förderung oder zumindest Billigung US-amerikanischer Geheimdienst- und Militärkreise dürfte seinerzeit kein maßgeblicher Mitarbeiter für den BND angeworben worden sein. Die nahtlose Fortsetzung der Karriere eines General Gehlen spricht in der Tat eine deutliche Sprache.
100) „Gerard Damiano ... ein Friseur aus dem New Yorker Stadtteil Queens, stieg zum Regisseur eines schmuddeligen Millionenspiels auf. 1972 drehte er, unter dem Pseudonym Jerry Gerard, für 25.000 Dollar den Pornofilm ‚Deep Throat’, der als das profitabelste Werk der Kinogeschichte gilt. Geschätzte 600 Millionen Dollar spielte der Film ein und löste eine große Debatte über Kunstfreiheit und Pornografie aus. Damiano selbst verdiente kaum an seinem schlichten Rammelfilmchen, denn die Produktionskosten hatte die Mafia vorgestreckt, die auch einen Großteil der Erlöse kassierte.“
Anmerkung:
Der Film „Deep Throat“ löste nicht nur eine Debatte über die Grenzen der
Kunstfreiheit aus, sondern warf auch die Frage auf, ob die Hauptdarstellerin
noch im Besitz ihrer Rachenmandeln sein könne. „The Devil in Miss Jones“ war
auch nicht schlecht, gell? Aber irgendwann ging es einem wie mit den
Westernfilmen: Ein Porno gesehen, alle Pornos gesehen und von einem gewissen
Grad der Geschmacklosigkeit an wirkt es nur noch langweilig. Witzig war da noch
ein Porno-Trickfilm, den wir leicht angeschickert in der Monty-Bar sahen.
Hängen blieb der Knüttelvers: „Dornmöschen zieh die Kerze raus, sonst haben wir
kein Licht im Haus“ ...
101)
„Diese
(systemwidrige staatliche Einflussnahme) beginnt beim Protektionismus
für nationale Produzenten der ersten Welt, vor allem in der Landwirtschaft. So
werden die Landwirtschaften der Entwicklungsländer am Zugang zum Weltmarkt
behindert und anschließend mit Entwicklungshilfegeldern scheinbar
aufgepäppelt.“
Dr.
Helfried Schmidt in P.T. MAGAZIN 3 / 2008 / 3 (Editorial „Planwirtschaft pur“)
102)
„Die
extremste Einflussnahme aber erfand das Kartell der Öko-Ideologen. Im Zuge
einer beispiellosen CO2-Hysterie
glaubte man, der Zukunft der Menschheit einen Gefallen zu tun, wenn man
Agrarrohstoffe zu Biosprit verarbeitete. Mit staatlicher Subventionierung
entstanden schnell Geschäftsmodelle, die in weiten Teilen der Dritten Welt die
Produktion von Palmöl für ‚umweltbewusste’ Autos der Industrieländer lukrativer
machten als den Anbau von Nahrungsmitteln für die einheimische Bevölkerung.“
Dr.
Helfried Schmidt in P.T. MAGAZIN 3 / 2008 / 3 (Editorial „Planwirtschaft pur“)
103)
„Dass
ausgerechnet grüne Gutmenschen Weichen in die Hungersnot stellten, ist Ironie
der Geschichte.“
Dr.
Helfried Schmidt in P.T. MAGAZIN 3 / 2008 / 3 (Editorial „Planwirtschaft pur“)
104)
„Der
tatsächliche Skandal (mit der Bankenkrise) besteht darin, dass Politiker
aus Bund und Ländern die Investitionen staatlicher Banken in so genannte
‚faule’ Kredite erst ermöglicht und dann aktiv gefördert haben, was natürlich
heute alle leugnen. Sie haben die 40 Mrd. Euro Ausfall zu verantworten, welche
die ‚Engagements’ von Landesbanken und IKB gekostet haben.“
Dr.
Helfried Schmidt in P.T. MAGAZIN 3 / 2008 / 3 (Editorial „Planwirtschaft pur“)
Anmerkung: Die insoweit verantwortlichen Politiker aus Bund und Ländern sollten in Steckbriefform publiziert werden, um zukünftig insbesondere vor den Wahllokalen als Warnung zu dienen. Erst wenn diese unfähige und/oder korrupte Bande die o.g. 40 Mrd. Euro auf Heller und Cent erstattet hat, könnte man erwägen, ihnen Absolution zu erteilen und die Fortsetzung ihrer politischen Karriere (z.B. als Pförtner in einer nachgeordneten Behörde) zu ermöglichen. Auf jeden Fall sollten sich solche Funktionsträger zukünftig entsprechend haftpflichtversichern, wie es jeder Rechtsanwalt, Notar, Arzt, Architekt usw. muß, der übrigens immer und überall wegen leichtester Fahrlässigkeit haftet.
105) „Die Beschaffung illegaler Daten einer Liechtensteiner Bank hat Zweifel an der rechtsstaatlichen Praxis des Bundesfinanzministeriums aufkommen lassen. Einer nähere Untersuchung zeigt, dass dieser Rechtsbruch nur die Spitze des Eisbergs ist. Ob bei der Verletzung eigener und fremder Rechtsnormen, bei Nichtanwendungserlassen gegen die höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs oder der Außerkraftsetzung von Prüf- und Kontrollpflichten nach dem Kreditwesengesetz: Stets bemüht sich das BMF eher um eine Maskierung als um eine Vermeidung von Rechtsbruch.“
106) „Ineffiziente Windmühlen, mit Steuermitteln ‚gedopte’ Solarkraft und zuletzt das Biosprit-Debakel: Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass die Bundesregierung kein tragfähiges Energiekonzept für die Zukunft hat, was angesichts extremer Rohstoffpreise und der Importabhängigkeit Deutschlands bei Energierohstoffen ein unhaltbarer Zustand ist. Noch zehn bis 15 Jahre ist laut Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe eine ausreichende Versorgung mit konventionellem Erdöl gewährleistet – für grüne Träumereien und kostspielige Experimente bleibt da keine Zeit mehr.“
107)
„Allein
in Peking betreibt Starbucks mehr als 50 Lokale – in der US-Hauptstadt
Washington sind es weniger. Ohne mit der Wimper zu zucken, zahlen
Starbucks-Kunden in Peking drei Euro für einen Cappuccino – bei einem
durchschnittlichen Monatseinkommen von nur 140 Euro.“
108)
„Wie
‚Staubsauger’ spionieren chinesische Geheimdienstleute.“
P.T.
Magazin 3 / 2008 / 43 zit. DIE ZEIT und die wiederum einen Fachmann vom bayerischen
Verfassungsschutz
109)
„Cybercrime
ist der am schnellsten wachsende Wirtschaftszweig der IT-Industrie. Als
Gegenmaßnahmen sollten ein Antiviren-Tool, sichere Passwörter und der gesunde
Menschenverstand zum Einsatz kommen.“
P.T.
Magazin 3 / 2008 / 43 zit. das Computer-Magazin „Chip Online“
110)
„Von
den 3.220 Chinesen mit einem Privatvermögen von mindestens 100 Mio. Yuan sind
2.932 Kinder der höheren Parteikader. In den fünf Wirtschaftszweigen Finanzen,
Außenhandel, Landerschließung, Großkonstruktionen und Wertpapiere halten Kinder
der höheren Kader 85 % bis 90 % der Schlüsselpositionen.“
111)
„Die
Bundestagsabgeordnete Helga Lopez aus dem Lahn-Dill-Kreis erhob ... indirekt
den Vorwurf, das Quartett (Jürgen Walter, Dagmar Metzger, Carmen Everts und
Silke Tesch) könnte bestochen worden sein. ‚Ich hätte nicht erwartet, dass
die mächtige Energiewirtschaft doch noch siegt’, sagte sie der ‚Wetzlarer Neuen
Zeitung’. Es sei nicht normal, dass nach über 95 % Zustimmung auf einem
Parteitag einige plötzlich ihr Gewissen entdecken. ‚Vielleicht stimmen die
Silberlinge ja’, wird Lopez weiter zitiert.“
Anmerkung:
Ich weiß nicht warum, aber bei dieser Pressemeldung schoss mir unwillkürlich
durch den Kopf, dass die längst in jeder Beziehung demontierte ehemalige
sozialdemokratische Lichtgestalt Björn Engholm vor ewigen Zeiten einen
Beratervertrag o. ä. mit einer Vergütung von insgesamt 500.000 DM erhielt und
zwar von einer Aktiengesellschaft, die ihr Geld u.a. mit Atomstrom verdiente
... Und später las ich dann in einer Art Geheimdienstdossier eine wilde
Geschichte. Wenn diese zutreffend sein sollte, müsste man noch heute den Herrn
mit den überkorrekten Bügelfalten wegen Beihilfe zum Mord an einem politischen
Rivalen vor Gericht stellen. Friedrich Schiller hatte es bereits im Jahre 1800
auf den Punkt gebracht: „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, / Daß sie
fortzeugend immer Böses muß gebären.“ („Die
Piccolomini“ V, 1)
112) „Weite Teile des amerikanischen Finanzsystems drohen zusammenzubrechen. Unsere gesamte Wirtschaft ist in Gefahr. Ohne sofortiges Handeln des Kongresses könnte Amerika in eine finanzielle Panik rutschen. Millionen Amerikaner könnten ihre Arbeit verlieren und unser Land könnte eine lange und schmerzhafte Rezession durchmachen.“
US-Präsident
George W. Bush am 25.9.2008
113)
„Die
Diktatur des Monetariats ist auch nicht besser als die des Proletariats.“
Oskar Lafontaine lt.
WamS vom 12.10.2008
114)
„Nach
einem Bericht des Nordbayerischen Kuriers vom 12.8.2008 soll der schmähliche
Wahlverlierer und nunmehr abservierte Ministerpräsident Bayerns, Dr. Günther
Beckstein, pauschal alle ‚Rechten’ als ‚braune Ratten’ bezeichnet haben.“
Anmerkung:
Wir teilen die weiterhin von der UN vertretene Auffassung, daß sich Beckstein
mit dieser Äußerung der Volksverhetzung gemäß § 130 StGB schuldig gemacht haben
dürfte. Unabhängig von der strafrechtlichen Relevanz ist darauf hinzuweisen,
daß der Vergleich von Menschen mit Ratten übelstem Nazijargon entlehnt ist und
in Ansehung der deutschen Geschichte kaum ein Vergleich eher die rassistisch
motivierte Vernichtungspolitik der nationalsozialistischen Staatsführung
assoziiert. Allerdings wird eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen, als daß
ein bayerischer Staatsanwalt einen CSU-Granden wie Beckstein vor Gericht
bringt. Dabei mag dahinstehen, ob die vom Richter am Landgericht a.D. Frank
Fahsel getroffene Feststellung (SZ vom 9.4.2008) über unzählige kriminelle
Richter und Staatsanwälte auf Stuttgart oder Baden-Württemberg beschränkt ist
oder auch auf Bayern gemünzt sein könnte. Wir vertreten jedenfalls die
Auffassung, daß derjenige, der Bürger, die sich innerhalb der
verfassungsmäßigen Ordnung bewegen und/oder einer nicht verbotenen Partei
angehören, als „Ratten“ bezeichnet, sich auf eine Stufe mit gewissen Typen
innerhalb des nationalsozialistischen Machtapparats stellt, die arme,
geschundene und verfolgte Menschen als „Ungeziefer“ bezeichnet und behandelt
haben.
115)
„Zumindest
sind (Dieter) Althaus extreme und provokante Gedanken nicht fremd. Der
Regierungschef stammt aus dem Eichsfeld, einer kleinen katholischen Enklave im
weitgehend nichtgläubigen Thüringen. ... Das Eichsfeld ist eine abgelegene
Gegend, die lange im Schatten des Eisernen Vorhangs lag. Natürlich war Althaus
Messdiener, sein Kaplan in Heiligenstadt hieß Joachim Meisner, der heutige
Kölner Erzbischof. Das Inseldasein in der kleinen katholischen Welt, die immer
vom SED-Staat bedroht war, hat den Christdemokraten geprägt.“
DER
SPIEGEL 20 / 2008 / 43 (Steffen Winter: „Heiliger Eifer“)
116)
„Als
Goethes Roman über den Freitod des jungen Werther 1774 erschien, kam es zu
vielen Nachahmungstaten, und das Werk wurde vielerorts verboten.“
DER
SPIEGEL 20 / 2008 / 45 (Barbara Schmid: „Zum Sterben entschlossen“)
117)
„Es
trifft nicht zu, dass es ausschließlich im Wirkungsbereich von Religion zu
Gewaltanwendung kommt. Die Vorstellung, wenn erst einmal überall atheistische
Regime herrschen, dann hätten wir keine Gewalt mehr, ist schlicht unzutreffend.
Oder wie sollte man erklären, dass die fürchterlichsten Gewalttaten auf dem
europäischen Kontinent im 20. Jahrhundert im Namen von dezidiert atheistischen
Regimen verübt worden sind?“
Bischof
Wolfgang Huber – Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in
Deutschland im SPIEGEL-GESPRÄCH 20/2008/46
118)
„Wenn
ich heute von Mission rede, dann nicht als Alternative zum Dialog. Ohne Zwang,
allein durch das Wort muss der Glaube weitergegeben werden; das haben die
Reformatoren bereits im Jahre 1530 vertreten.“
Bischof
Wolfgang Huber – Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in
Deutschland im SPIEGEL-GESPRÄCH 20/2008/47
119)
„Es
gibt eine elementar lebensnotwendige Unterscheidung zwischen Gut und Böse.“
Bischof
Wolfgang Huber – Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in
Deutschland im SPIEGEL-GESPRÄCH 20/2008/48
Anmerkung: Spitzt die Ohren, ihr Freimaurerbrüder, und horcht, was euch der Rotary-Freund Huber zum Thema Relativismus und Beliebigkeit zu sagen hat.
120)
„Es
gibt die Pflicht des Christen zur Selbstkritik.“
Bischof
Wolfgang Huber – Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in
Deutschland im SPIEGEL-GESPRÄCH 20/2008/48
121)
„Im
Schatten des Centercourt sollen beide Männer (Innenminister Jörg Schönbohm
und Gastwirt / Inhaber einer Flugschule Thomas Flöther) das gemeinsame
Interesse für polizeilich wertvolle Drehflügler immer weiter vertieft haben –
bis aus der seltenen Liaison gastronomischer und sicherheitspolitischer
Leidenschaft das ‚Projekt TS (Tragschrauber)’ geboren war. Es gab schon viele Versuche, aus Brandenburg
ein Hightech-Land zu machen – eine Halle für Luftschiffe wurde errichtet,
später mit einem Spaßbad gefüllt, ein Wirtschaftsminister wollte
Computerinvestoren mit Spreewald-Gurken locken. Nun, in der Schlussphase seiner
Amtszeit, ist Schönbohm, 70, am Zug. Während sich seine Kollegen mit Großen
Lauschangriffen oder terroristischen Bedrohungen herumschlagen, macht er sich
daran, der Landeshymne („Steige hoch, du roter Adler“) eine polizeiliche
Dimension abzugewinnen.“
DER
SPIEGEL 20 / 2008 / 54 (Sven Röbel: „Märkisches Fliewatüüt“)
122)
„Die
Geschichte hat Deutschland geschockt: Eschenau, ein 200-Seelen-Nest in Franken,
wurde zu einem Ort, in dem Pädophile jahrzehntelang ihren Neigungen nachgehen
konnten – ungestört.“
Anmerkung:
Die ganze Geschichte beschreibt Heidi Marks: „Als der Mann kam und mich
mitnahm. Die Geschichte eines Missbrauchs“, Fackelträger Verlag, Köln; 272
Seiten; 16,95 Euro.
123) „Wenn Politik das Bohren dicker Bretter ist, dann ist die Unesco der dickste Balken, der in der Welt herumliegt. Die Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur ist für alles zuständig, was auf der Erde passiert – aber das meiste geschieht ohne sie.“
DER
SPIEGEL 20 / 2008 / 70 (Ullrich Fichtner: „Im Palast der Unsichtbaren“)
124)
„Vermutlich
wissen die meisten Deutschen mehr über die politischen Überzeugungen der
ehemaligen ‚Tagesschau’-Sprecherin Eva Herman als über die Überzeugungen der
Bundeskanzlerin Angela Merkel.“
DER
SPIEGEL 20 / 2008 / 78 (Juan Moreno: „Solo für Eva“)
Anmerkung: Vielleicht hat Angela Merkel gar keine signifikanten Überzeugungen, die ja auch nur hinderlich wären bei den minimalen Gestaltungsrahmen zwischen den Vorgaben aus SPD, CSU und Rotary International. Im übrigen lohnt es sich, den Artikel über die Buchvorstellung (Eva Herman: „Das Überlebensprinzip. Warum wir die Schöpfung nicht täuschen können“) ganz zu lesen, da es sich um eine hintersinnige Abrechnung mit Wortpolizei und Gesinnungsdiktatur in Deutschland handelt. Harald Schmidt kann sein „Nazometer“ neu justieren und um die Begriffe „Führer“, „DVU“, „Mutterkreuz“, „Autobahn“ und „Lager“ ergänzen.
125) „China will nicht länger die Billigfabrik der Welt sein. Die Kosten steigen, die Exportware wird damit immer teurer. Die Planer in Peking treiben den Umbau des Standorts zu einer Hightech-Volkswirtschaft voran. Preisgünstig produziert wird nun in anderen Ländern wie Indien oder Vietnam.“
DER
SPIEGEL 20 / 2008 / 84 („Die Karawane zieht weiter“)
126)
„Die
EU-Vorschriftenproduzenten, wütet der Tübinger Juraprofessor Wernhard Möschel,
behandelten den Verbraucher ‚als betreuungsbedürftigen pathologischen
Schwachkopf, der Rotwein nicht von Weißwein unterscheiden’ könne. ... Nun (nach
Tabak, Alkohol und Lebensmitteln) erreicht der ‚Tugendterror’, so der
liberale Europaabgeordnete Holger Krahmer, das vielleicht sensibelste und
womöglich wichtigste Industrieprodukt Europas: das Auto.“
DER
SPIEGEL 20 / 2008 / 89 (Hans-Jürgen Schlamp: „Gigantische Umerziehung“)
127)
„Mit
seinen strengen Auflagen für die rettenden Kredite in großen Finanzkrisen hat
sich der IWF in den vergangenen Jahrzehnten auch etliche Feinde gemacht.
Geradezu genussvoll schlagen viele Länder die Fondshilfen nun aus und besorgen
sich ihr Geld lieber dort, wo man ihnen nicht in ihre eigene Politik
reinredet.“
DER
SPIEGEL 20 / 2008 / 91 (Thomas Schulz: „Zwei gegen alle“ – Weltbank und IWF drohen von der
Globalisierung überrollt zu werden.)
Anmerkung: Die ehemals geknebelten Schuldner des IWF
werden oft festgestellt haben, daß die „strengen Auflagen“ mehr nach
ideologischer Gängelung rochen als nach banktechnischen Notwendigkeiten.
128) „Die dramatisch gestiegene Zahl der Suizide unter amerikanischen Kriegsveteranen beschäftigt den Kongress: Die Fernsehsendung ‚CBS News’ hatte berichtet, dass allein im Jahr 2005 6256 ehemalige US-Soldaten den Freitod wählten – das sind 17 jeden Tag. Besonders hoch ist das Selbstmordrisiko unter den 20- bis 24-jährigen Heimkehrern aus Irak und Afghanistan: Es ist bis zu viermal größer als bei anderen Männern gleichen Alters.“
129) „Der Rüstungskonzern BAE versucht, mit einem aufwendigen Untersuchungsbericht in eigener Sache sein Image aufzubessern – er hatte mit Wissen des britischen Verteidigungsministeriums jahrelang Schmiergelder in Millionenhöhe an Saudi-Arabien gezahlt; einer der Hauptnutznießer soll der einflussreiche Geschäftsmann und Diplomat Prinz Bandar gewesen sein. Premier Tony Blair intervenierte einst höchstpersönlich, um die Ermittlungen gegen den Konzern zu stoppen.“
Anmerkung: Wenn es schon illusorisch ist, das Rad der Geschichte zurückzudrehen und die EU (= Europäischer Unsinn) zu Gunsten der alten Nationalstaaten zurückzudrehen, dann sollten wir jedenfalls versuchen, den gröbsten Wildwuchs zu verhindern und für konsequent gleichmäßige Rechtssetzung und Rechtsanwendung (nicht nur im Bereich der Meinungsfreiheit) sorgen. Es geht nicht an, daß Managern der Firma Siemens AG in Deutschland – völlig zu Recht – der Prozeß gemacht wird, während die Freimaurerbande von der Themse solche Strafverfolgungen per Ordre de Mufti unterbinden lässt.
130)
„ ... das historische Tibet, lange abgeschottet von der Welt, ein raues,
eindrucksvolles Bergland von schneebedeckten Achttausendern und türkisfarbenen
Seen, war nie ein gesellschaftspolitisches Modell von Friedfertigkeit,
Umweltbewusstsein und Nächstenliebe. Es war ein Feudalreich, in dem sich
mächtige Klöster blutig bekämpften; eine große Anzahl der Dalai Lamas starb
keines natürlichen Todes, manche wurden von ihren Köchen vergiftet (vermutlich
im Auftrag der chinesischen Kaiser, die Tibet unter ihre Kontrolle bringen
wollten). Der heutige Gottkönig (Tenzin
Gyatso, der 14. Dalai Lama) hat die Geschichte seines Landes nie in so
rosigen Farben gemalt wie die Tibet-Anbeter. ‚Es gab himmelschreiendes Unrecht,
die tiefe Ergebenheit in den Buddhismus hatte auch Schattenseiten, es ging den
Äbten oft nur um Prunk und Einfluss’.“
DER SPIEGEL 20 / 2008 / 115 (Erich Follath: „Die Stunde des Wolfs“)
131)
„Aber auch zu diesen Zeiten (der Mandschu-Kaiser) war Tibet formal nicht
Teil Chinas, und in den Jahren nach der Revolution – von 1911 bis zum Einmarsch
von Maos Armeen 1950 – besaß das Land alle Merkmale eines souveränen Staates,
von einer selbständigen Außen- und Sicherheitspolitik über Nationalflagge bis
zur Währung.“
DER SPIEGEL 20 / 2008 / 118 (Erich Follath: „Die Stunde des Wolfs“)
132)
„Eines ist schon mal sicher – ich bin ein besserer Kommunist als die alle.“
Tenzin Gyatso – der 14. Dalai Lama über die rotchinesischen Kader (DER SPIEGEL 20 /
2008 / 118)
133)
„Unterdrückung und Folter halfen in Tibet nicht, die politische Umerziehung ist
gescheitert. Die Überfremdung des Landes durch mehr und mehr zugezogene
Han-Chinesen und die politische Indoktrination konnten die Tibeter nicht
mundtot machen. Dann versuchten Pekings KP-Chefs es mit Programmen zur
Verbesserung des Lebensstandards, pumpten Gelder in Infrastrukturprojekte und
mussten feststellen, dass den Tibetern ihre kulturelle Eigenständigkeit und
Spiritualität viel wichtiger waren.“
Tenzin Gyatso – der 14. Dalai Lama im SPIEGEL-GESPRÄCH 20 / 2008 / 122
Anmerkung: Die Führung der chinesischen KP sollte aus der Geschichte lernen und zur Kenntnis nehmen, daß noch viel radikalere und grausamere Unterdrückungsmethoden der Genossen unter dem fünfzackigen Stern es in der Zeit von 1917 bis 1989 in der nun untergegangenen Sowjet Union nicht vermocht haben, weder die russisch-orthodoxe Kirche zu vernichten, noch ein hohes Maß der Verbundenheit und der Spiritualität innerhalb maßgeblicher Bevölkerungsteile auszurotten. Es ist sträflich, solche Dinge zu ignorieren, wenn man schon nicht bereit ist, die ideologische Überlegenheit solcher Strömungen – mögen sie christlich oder buddhistisch motiviert sein – anzuerkennen.
134)
„Die britischen Imperialisten waren zwar schlimm, aber kein Vergleich mit den
Chinesen von heute – die sind viel schlimmer.“
Tenzin Gyatso –
der 14. Dalai Lama im SPIEGEL-GESPRÄCH 20 /
2008 / 124
Anmerkung: Viele Chinesen werden dies wohl unter Hinweis auf die Opiumkriege anders beurteilen.
135)
„Amerika will Wechsel und Wandel, und plötzlich steht Hillary Clinton für die
alten Zeiten.“
DER SPIEGEL 20 / 2008 / 128 („Die Kriegerin und ihr Thron“)
136)
Im Jahre 2005 sind in Deutschland 79.139 Menschen an einem Herzinfarkt und
49.908 Menschen einem Schlaganfall verstorben.
DER SPIEGEL 20 / 2008 / 148 zit. das Statistische Bundesamt (Auswertung einer Grafik)
137)
„Ein Auto ist eine Waffe und der Führerschein eine Lizenz zum Töten.“
Bernd Rothenberger –
Vorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Verkehrspsychologen (BNV),
zit. in DER SPIEGEL 20 / 2008 / 150
138)
„Entwicklungsbiologisch ist der Mensch überhaupt nicht reif fürs Auto. Wenn sie
jemanden an das Lenkrad eines Porsche lassen, dann ist das so, als würden sie
einen Affen in eine Rakete setzen.“
Bernd Rothenberger –
Vorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Verkehrspsychologen (BNV),
zit. in DER SPIEGEL 20 / 2008 / 151
139)
„Wer selbstsüchtig handelt, hält den Gutmenschen offenbar für so etwas wie
einen Verräter. ... Sozialpsychologen haben das gerade untersucht und erklären
es sich damit, dass Gutmenschen einen selbst schlecht aussehen lassen im
eigenen Egoismus. Man besänftigt das eigene schlechte Gewissen, indem man den
Gemeinsinnigen zurechtweist.“
Professor Simon
Gächter - österreichischer Experimental-Ökonom
an der University of Nottingham im SPIEGEL-GESPRÄCH 20/2008/157
140)
„Jesus Christus Erlöser“ ist ein sensationelles Filmdokument ... Man muss
Kinski sehen, um seinen heiligen Zorn und seine grandiose Anmaßung zu
begreifen, eine Jesusgeschichte zu erzählen, die vom „furchtlosesten,
freiesten, modernsten aller Menschen“ handelt.
DER SPIEGEL 20 / 2008 / 161 („Heiliges Monster“)
141)
„Den Kinohelden Indiana Jones gab es wirklich: Vorbild war ein US-Gelehrter (Hiram
Bingham III.), der vor 100 Jahren ins Reich der Inka vordrang.“
DER SPIEGEL 20 / 2008 / 164 („Gralsburg im Regenwald“)
142)
„Habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, bringt sie
vielmehr an Licht.“
Brief an die Epheser 5, 11
143)
„Wir, das jüdische Volk, kontrollieren Amerika.“
Ariel Sharon
144)
„Amerika kontrolliert die Welt, wir Juden kontrollieren Amerika.“
Uri Avnery
145)
„Wer immer gewählt wird, wird ein Freund Israels sein.“
Ehud Olmert –
israelischer Premierminister einen Tag vor der Wahl Obamas zum US-Präsidenten
(zit. nach SPIEGEL ONLINE vom 5.11.2008)
146)
Was sollen sie (die Juden) nicht urplötzlich alles sein ... : „Kinder
Abrahams“ / „unsere älteren Brüder im Glauben“ / „das auserwählte Volk“ /
„Erben der Verheißung“ / „Söhne eines nie gekündigten Bundes“ / „Gottes
Augapfel“ / „unauflöslich mit uns Christen verbunden“ / „mit uns den Messias
erwartend“. Was wird nicht mit einem
Male alles über sie behauptet: „Das Heil kommt von den Juden“ / „Mit uns teilen
sie dieselbe Hoffnung“ / „Mit uns haben sie die Bibel gemeinsam“ / „Sie sind
ein Segen für diese Welt“ / „Sie glauben mit uns an den einen Gott“ / „Sie sind
von Gott nicht verworfen“ / „Sie haben Jesus nicht gekreuzigt“ / „Sie bilden
die Wurzel des Christentums“ / „Wir müssen zu dieser Wurzel zurückkehren“.
Nichts davon ist wahr! Jedenfalls dann, wenn wir uns an die einzige Quelle
halten, aus der wir über all das etwas absolut Zuverlässiges wissen können: an
die göttliche Offenbarung, d.h. an die Heilige Schrift ...
Verlag Anton A. Schmid –
Bewerbung von Johannes Rothkranz (Mag. theol.): „44 Irrtümer über das Judentum“
147)
„Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“
Matthäus 27, 25
148)
„Welch schlimmes Unrecht, Israel, hast du getan? Du hast den, der dich ehrte,
geschändet ... Du bereitetest ihm spitze Nägel und falsche Zeugen und Fesseln
und Geißeln und Essig und Galle und das Schwert und die Trübsal wie für einen
Raubmörder ... Getötet hast du den Herrn inmitten Jerusalems! Höret es, alle
Geschlechter der Völker und sehet: Unerhörter Mord geschah inmitten Jerusalem
in der Stadt des Gesetzes, der Hebräer, der Propheten, in der Stadt, die für
gerecht galt! ... Der die Erde aufhing, ist aufgehängt worden; der die Himmel
festmachte, ist festgemacht worden; der das All befestigte, ist am Holz
befestigt worden ... der Gott ist getötet worden; der König Israels ist
beseitigt worden von Israels Hand. Oh, welch unerhörter Mord! Oh, welch
unerhörtes Unrecht!“
Bischof Melito von Sardes –
aus einer um das Jahr 160 gehaltenen Predigt
149)
„Bin Laden arbeitet seit den frühen 1980er Jahren mit der US-amerikanischen CIA
Hand in Hand beim Aufbau seines Maktab-al-Khidamar-Netzwerks, das Geld sammelte
und Dschihad-Kämpfer – die auf die Stärke von 10.000 Mann geschätzten
afghanischen Araber – rekrutierte, um die weltliche Demokratische Republik
Afghanistan zu stürzen.“
Joan Veon –
amerikanische Journalistin und Publizistin in UN Watch! Jg. 3 Nr. 5+6, S. 3
150)
„Bis 1988 hatte er (Osama) mehr als sechs eigene Lager und seine eigene
Streitmacht, die Maktab al-Khidimat (MAK), aufgebaut, die den Sowjets bald zu
schaffen machten. Bestehend hauptsächlich aus frommen Moslems, kamen diese
Kämpfer aus Ägypten, dem Libanon, der Türkei, Saudi-Arabien und anderen
Nationen des Mittleren Ostens.“
Jim
Marrs in
„The War On Freedom. The 9/11 Conspiracies”, S. 113
151)
„1989 wurde der ursprüngliche Gründer der arab-afghanischen Kampfzentrale
Maktab at Khidmat, der jordanische Palästinenser Abdullah Azam, durch ein
Bombenattentat getötet. Und da ... seine beiden Söhne an seiner Seite starben,
übernahm nun Bin Laden die gesamte Organisation. Im Prinzip war das die
Geburtsstunde von Al Qaida.“
Wolfgang Eggert in
„Angriff der Falken“, S. 69 Anm. 56
152)
„Al Qaida, wörtlich ‚die Datenbank’, war ursprünglich die Computer-Datei der
Tausende von Mudschaheddin, die mithilfe der CIA rekrutiert und ausgebildet
wurden, um die Russen niederzuzwingen.“
Robin Cooke –
Angehöriger des britischen Oberhauses im Sommer 2005 (zit. nach „American Free
Press“, 18. u. 25. Juli 2005, S.22)
153)
„Ehe die USA sich im Jahre 2001 zum Bruch mit den Taliban entschlossen,
bildeten die CIA (samt Mossad und MI6), der von ihr aufgebaute pakistanische
Geheimdienst ISI, die von ihr und dem ISI in Pakistan ins Leben gerufene
Taliban-Bewegung sowie Bin Ladens Al-Qaida-Mudschaheddin ein einziges,
stellenweise bis zur gänzlichen Ununterscheidbarkeit miteinander verfilztes
Netzwerk!“
Johannes Rothkranz in
„Was am 11. September 2001 wirklich geschah“, Kempten 2008, S. 128
154)
„Die Hochschulen haben sich von Humboldt längst verabschiedet. Der
kritisch-reflexive Mensch ist nicht mehr gefragt, gesucht wird nach dem
flexiblen, ‚funktionierenden’ und ‚formbaren’ Typus. Dass sich genau ein
solcher Typus besonders in autoritären Regimen finden lässt, beunruhigt
offensichtlich keinen mehr in Deutschland.“
Markus Wohlrab im
SPIEGEL-Leserbrief 19 / 2008 / 8
155)
„Erst wenn die letzte ‚Reform’ des Schulwesens, der Universitäten und der
Forschung durchgeführt wurde, werden alle erkennen, dass die Deutschen einst
schlauer waren als manche ihrer Nachbarn. Wir werden uns im Bildungsallerlei
Europas wiederfinden und unseren letzten Trumpf in der Globalisierung verzockt
haben. Unser Bildungssystem, das uns über hundert Jahre geholfen hat, trotz der
langen Ausbildung und den langen Urlaubszeiten die Weltwirtschaft und
Weltforschung anzutreiben, wird dann den naiven Bildungsvorstellungen einer
Erdsiek-Rave und eines Ackermanns geopfert sein.“
Axel Banasch im SPIEGEL-Leserbrief
19 / 2008 / 8
156)
„Der Volksentscheid zur Zukunft des Flughafens Tempelhof ist tatsächlich ein
Lehrstück in Sachen Demokratie und verantwortungsbewusstem Umgang mit
Steuergeldern. Mit seiner klaren Positionierung, das Ergebnis des
Volksentscheides (das nach der Berliner Verfassung nicht bindend ist) –
wie auch immer es ausgehen würde – zu missachten, hat der Regierende
Bürgermeister den Volksentscheid von vornherein ad absurdum geführt.“
Christian Quellmalz im
SPIEGEL-Leserbrief 19 / 2008 / 12
157)
„Bewegung ist tatsächlich der Königsweg, um die Zivilisationskrankheiten stark
zu senken.“
Ulrich Parth im
SPIEGEL-Leserbrief 19 / 2008 / 14
158)
„Die Experten (vom amerikanischen Politikinstitut Freedom House in
Washington) registrieren einen weltweiten Niedergang der politischen Rechte
und bürgerlichen Freiheiten: Die Demokratie ist auf dem Rückzug, ein Modell in
der Krise. In Deutschland ist die demokratische Staatsform bislang
unangefochten, aber Begeisterung löst sie schon lange nicht mehr aus. Gemessen
an der Zustimmung und dem Interesse, das sie braucht, ist sie auch hierzulande
stark gefährdet. ... Inzwischen ist eine deutliche Mehrheit – zumindest in den
neuen Bundesländern – nicht mehr mit dem Funktionieren ihrer Regierungsform
zufrieden.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 40 (Erich
Follath: „Das Kreuz mit der Demokratie“)
159)
„Die Demokratie gestattet als einzige Regimeform die friedliche Korrektur der
eigenen Fehler und bleibt daher das attraktivste politische Modell.“
Historiker Hans-Ulrich
Wehler zit. in DER SPIEGEL 19 / 2008 / 44
160)
„Offensichtlich verbindet sich der Niedergang (der USA) vor allem mit
der Regierung George W. Bush. Folter-Erlaubnis und Guantanamo, der Bruch des
Völkerrechts durch den Irak-Angriff, die Brüskierung von Verbündeten durch Entführung
und geheime CIA-Lager: Demokratische Ideale vorzuleben sieht anders aus.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 42 (Erich
Follath: „Das Kreuz mit der Demokratie“)
Anmerkung: Natürlich hat sich das Verhalten der US-Regierung unter George W. Bush massiv in Richtung Rechtsbruch, Lügen und Gewaltanwendung verschlimmert, aber ein Hort von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit war dieser Terrorstaat und imperialistische Kriegstreiber noch nie. Nur ein Beispiel erhellt diesen Moloch: Richard Nixon sollte wegen der Watergate-Affäre und Bill Clinton wegen einer frisierten Aussage zu seinem Sexualleben (welches niemanden etwas angeht) amtsenthoben werden. Nirgends haben wir etwas gleichartiges bezüglich George W. Bush und den erlogenen Irak-Überfall gehört, wo US-Soldaten für die Interessen Israels und der Erdöllobby verheizt werden.
161)
„Über 70 Prozent der Amerikaner glauben, dass ihr Land – so lange Vorbild für
den Rest der Welt – nunmehr in die falsche Richtung marschiert.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 42 (Erich
Follath: „Das Kreuz mit der Demokratie“)
Anmerkung: Deshalb jetzt wohl auch der fulminante Sieg von Senator Obama. Allerdings darf nicht verkannt werden, daß der US-Präsident formal zwar mächtig und mit vielen Kompetenzen ausgestattet ist, daß er faktisch aber in einer Vielzahl von Abhängigkeiten und Rücksichtnahmen hängt. Exemplarisch sei dabei nur auf die übermächtige Israel-Lobby hingewiesen. Und wenn für die Hintergrundmächte dann irgendwann mal alle Stricke reißen und ein Präsident gänzlich aus dem Ruder läuft, wird er halt umgebracht – man denke an Abraham Lincoln und John F. Kennedy - und eine freimaurerisch inspirierte Justiz und Exekutive kann dann auch noch die Aufklärung eines solchen Mordes verhindern. Ein feiner Staat ist das und die Regierung ist toll!
162)
„Die Mehrheit der Chinesen scheint zufrieden mit ihren ökonomischen
Aufstiegschancen und legt wenig Wert auf politische Partizipation.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 43 (Erich
Follath: „Das Kreuz mit der Demokratie“)
Anmerkung: Obwohl wir in der Wolle gefärbte Demokraten sind und für echte demokratische Mitwirkungsrechte (Beispiel Schweiz) eintreten, glauben wir, daß die Mehrheit der Deutschen auch auf gesteigerte politische Partizipation verzichten würde, wenn jedenfalls alle öffentlichen Gewalten nach Recht und Gesetz handelten und einer effektiven Kontrolle unterlägen. Dies ist allerdings nicht der Fall. Große Teile der Justiz sind schlicht kriminell (vgl. den Leserbrief des pensionierten Richters Frank Fahsel in der Süddeutschen Zeitung vom 9.4.2008), in der Verwaltung gibt es immer noch zuviel ungebremste Willkür, Machtmißbrauch, Arroganz und Schlendrian und das Parlament ist bald das einzige der Welt, das eine Strafbarkeit der Abgeordnetenbestechung ablehnt und nach kompetenter Insidermeinung gut und gern durch 600 dressierte Meerschweinchen ersetzt werden könnte.
163)
„Wir haben das größte Menschenrecht verwirklicht, das es gibt, wir ernähren
unsere 1,3 Milliarden Staatsbürger.“
KP-Organ „Volkszeitung“ zit.
in DER SPIEGEL 19 / 2008 / 44
164)
„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“
Bertold Brecht (eigentlich: Berthold Eugen Friedrich Brecht / 1898 – 1956)
165)
„Was Bush im Irak gemacht hat, dafür werden andere Staatsoberhäupter vor den
Internationalen Gerichtshof gestellt.“
Hans-Christian Ströbele am
5.11.2008 in der TV-Sendung „Hart aber Fair“ mit Plasberg (zit. n. SPIEGEL
ONLINE vom 6.11.2008)
Anmerkung: Wenn alle oder zumindest die Mehrheit seiner Parteifreunde so wären wie Ströbele, würden wir noch heute DIE GRÜNEN wählen. Joschka Fischer war und Claudia Roth ist allerdings Grund genug, diese Partei nicht (mehr) zu wählen.
166)
„Wir Amerikaner glauben an Gott, die Deutschen an Mülltrennung.“
Stefan Prystawik –
Sprecher der US-Republikaner in Deutschland am 5.11.2008 in der TV-Sendung
„Hart aber Fair“ mit Plasberg (zit. n. SPIEGEL ONLINE vom 6.11.2008)
Anmerkung: Es ist eine bodenlose Unverschämtheit, als Amerikaner als Gast im deutschen Fernsehen solch einen – im übrigen hochgradig dümmlichen und primitiven – Spruch abzulassen. Der Herr sollte nie mehr zu Sendungen im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen eingeladen werden.
167)
„Berlins SPD-Finanzsenator Thilo Sarrazin gefällt sich als Dauerprovokateur.
... Doch Sarrazin sitzt immer noch vergnügt auf seinem Stuhl, ganz oben im
Dachgeschoss der preußisch schlichten Berliner Finanzbehörde, dort, wo nichts
den Blick auf die Welt verstellt. Es ist inzwischen eine Art Narrenfreiheit,
die der Hugenotten-Spross am Hofe von Wowereit genießt. Sarrazin hat sie sich
hart erarbeitet.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 46 (Andreas
Wassermann: „Narr an Wowis Hofe“)
168)
„Sarrazin müsste man klonen“, sagt der Dresdner Professor für
Finanzwissenschaft, Helmut Seitz, und „mindestens fünf Kopien jeweils über dem
Saarland oder Bremen abwerfen.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 46 (Andreas
Wassermann: „Narr an Wowis Hofe“)
169)
„Jährlich werden in Deutschland 23 Milliarden Euro für Medizinprodukte
ausgegeben. Manche schädigen mehr, als sie helfen, einige töten sogar. Die
zuständige Bundesbehörde schaut hilflos zu – sehr zum Verdruss von Ministerin
Ulla Schmidt.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 48 („Gefährliche
Schnarchnasigkeit“)
170)
„Immer wenn die Medien ein rotes Tuch brauchten, sagt der Kardinal, ziehe man
den Meisner aus der Schublade. Er habe den Eindruck, dass auch die Fotos schon
entsprechend ausgesucht würden. Es ist ein Teufelskreis. Und das ist keine
bloße Metapher. Wenn man ihn fragt,
weshalb die Medien so ein schlechtes Bild von ihm zeichnen, dann spricht
Joachim Meisner vom Leibhaftigen. Er sagt, der Teufel mache sich von jedem Kirchenmann
ein Psychogramm und umstelle ihn, damit die positiven Sätze und Taten in seine
Strategie eingepasst würden.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 81 (Alexander
Smoltczyk: „Gottes heiliger Narr“)
171)
„Jemanden bewusst zu provozieren oder abzuschrecken ist nicht meine Absicht.
Das würde ja dem Ziel, Christus berührbar zu machen, zuwiderlaufen. Ich stelle
aber im Nachhinein fest, dass manche Äußerungen Provokationen gewesen sein
müssen. Dann frage ich mich manchmal schon: Welche Sprache muss ein Bischof in
unserer Mediengesellschaft sprechen, damit die Botschaft klar herüberkommt? Und
muss nicht eine moderne, offene Mediengesellschaft auch in der Lage sein, die
gelegentliche Anstößigkeit eines Bischofswortes zu tolerieren? Ich bin als
Bischof gerufen zu verkünden, sei es gelegen oder ungelegen.“
Joachim Kardinal Meisner in
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 81
Anmerkung: Als Christen der evangelisch-lutherischen Kirche gehen wir naturgemäß nicht in allen Ansichten konform mit dem Erzbischof von Köln. Aber, wo er recht hat, hat er recht. Bei kaum einer hochgestellten Persönlichkeit der Bundesrepublik hat die Wortpolizei und Gesinnungsdiktatur so penetrant zugeschlagen wie bei Meisner. Die Meinungsfreiheit ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts „für ein demokratisches Gemeinwesen schlechthin konstituierend“. Dies hat um so mehr im Rahmen der priesterlichen Predigt zu gelten. Warum soll Meisner nicht von „entartender Kultur“ sprechen, wenn es zum einen stimmt und wenn wir zum anderen dem 1945 untergegangenen Nationalsozialismus heute noch die Macht über unsere Sprache einräumen würden. Oft ist davon die Rede, bestimmte Begriffe seien – bevorzugt durch missbräuchliche Verwendung durch die Nazis – „negativ belegt“. Das ist natürlich Unfug, wenn dahinter die Fortsetzung der Umerziehung insbesondere in Richtung „political correctness“ (vulgo: die Kunst sich selbst das Denken zu verbieten) steht. Wie armselig würde die deutsche Sprache werden, müssten wir beispielsweise auf Führer, Familienforschung, Abstammungsnachweis, Ordensburg, arische (indogermanische) Abstammung, Selbstverantwortung der Jugend, Bauernschaft, Bauerntum, alte Kämpfer, Altreich, Betriebsgemeinschaft, Anschluß, Arbeitsbeschaffung, Ehetauglichkeit, Arbeitsschlacht, erbgesunde Bevölkerung, Gleichschaltung, Deutsche Reichsbahn, Arbeitslager, Arbeitsscheue, Haus der deutschen Kunst, Asoziale, Autobahn, Barbarossa usw. usf. verzichten. Um mit den Verbrechen der Nazis abzurechnen, benötigt man solche kulturellen Kahlschläge nicht. Es war schon schlimm genug, daß die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges etwa 35.000 Buchtitel zur Vernichtung auf den Index gesetzt haben, darunter solche von Walther von der Vogelweide, Martin Luther und Gottfried Benn!
172)
„Es gibt in unserer vaterlosen Gesellschaft so gut wie keine Autoritäten mehr,
die protestabel sind. Da ist Kardinal Meisner geradezu erforderlich. Er ist ein
Bischof, der diese Rolle nicht dementiert. Viele wollen lieber nett sein und
lieb. Die sagen nie etwas Falsches, die bestehen nur noch aus Verpackungsmaterial.
Er nicht.“
Manfred Lütz –
Psychiater aus Köln (zit. n. DER SPIEGEL 19 / 2008 / 81 f)
173)
„Die Kölner hatten sich vorgenommen, den Schlesier auszusitzen. Jetzt hat (Joachim
Kardinal) Meisner sie ausgesessen. Das Generalvikariat ist besetzt mit Leuten
seines Schlages, die aber 40 Jahre jünger sind. Meisners Pressesprecher ist
Mitglied im Opus Die. Generalvikar Dominik Schwaderlapp steht der streng
konservativen Kaderorganisation bekanntermaßen nahe.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 83 (Alexander
Smoltczyk: „Gottes heiliger Narr“)
174)
„Unser Papst hat in den drei Jahren seines Pontifikates mehr zum kulturellen
Niveau der Menschheit beigetragen als viele Minister und Vorsteher von
Kulturministerien und ähnlichen Einrichtungen. Denn der Papst verkündet
Christus.“
Joachim Kardinal Meisner am
20. April 2008 (zit. n. DER SPIEGEL 19 / 2008 / 84)
175)
„Der Kölner Katholizismus ist liebenswürdig, aber auch duckmäuserisch und
unvorstellbar feig. Im Schweizer Bistum Chur dagegen haben sich 1997 die
Gläubigen vor die Kirchentore gelegt, um den ungewollten Bischof fernzuhalten.
Der bekam so lange keinen Fuß auf den Boden, bis der Papst ihn nach
Liechtenstein wegbeförderte. Das üble an der Tyrannis, sagt der heilige Thomas
von Aquin, ist, dass die Menschen so dumpf werden.“
Hans Conrad Zander –
ehemaliger Dominikanermönch (zit. n. DER SPIEGEL 19 / 2008 / 84)
176)
„Der Mensch soll und darf an der Souveränität und Freiheit Gottes teilnehmen.
Er ist nicht so wie das Tier in die Mechanismen des Lebens eingespannt. Der
Mensch kann aussteigen. Er muss nicht täglich wie ein Maulwurf die Erde
durchwühlen.“
Joachim Kardinal Meisner am
20. April 2008 (zit. n. DER SPIEGEL 19 / 2008 / 84)
177)
„Interessanterweise hat die Regierung (der USA) im sogenannten Military
Commissions Act 2006 alle Amerikaner, die sich an der Planung oder Ausübung von
Folter beteiligen, unter Immunität gestellt. Damit hat sie allerdings ein
Eigentor geschossen: Weil in den USA deshalb nicht strafrechtlich ermittelt
werden darf, ist die Voraussetzung geschaffen für eine Strafverfolgung im
Ausland, etwa in Deutschland.“
Philippe Sands –
britischer Juraprofessor in DER SPIEGEL 19 / 2008 / 115
178)
„Der jüdische Schriftsteller Leon de Winter prophezeit, es werde in 30 Jahren
kein Israel mehr geben und stattdessen ein großes Palästina mit einer jüdischen
Minderheit.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 132 (SPIEGEL-GESPRÄCH mit Familie Lapid: „Von morgens bis abends Jude“)
179)
„Ein Lügner und Betrüger sei der Sprössling, ein Streber und Parasit, der nie
etwas aus seinem Leben gemacht habe, unfähig zu lieben, außer vielleicht seinen
Hund Clément. Wenn der Schriftsteller sich unterstehe, sie noch einmal durch
den Dreck zu ziehen, ‚kriegt er was mit dem Stock auf die Fresse, dass ihm alle
Zähne brechen’. Für eine mütterliche Tracht Prügel ist es ja nie zu spät.“
DER SPIEGEL 19 / 2008 / 163 – Lucie Ceccaldi (83) über ihren Sohn Michel Houellebecq (50)
180)
„Ticken die Deutschen nun richtig oder falsch? Festzustellen bleibt, dass die
Umfragen des SPIEGEL an Langeweile nicht zu überbieten sind – vielleicht mit
einer Ausnahme: Über zehn Millionen Frauen zwischen 35 und 55 Jahren besitzen
einen Vibrator? Jede zweite!“
Uta Freising im
SPIEGEL-Leserbrief 18 / 2008 / 6 (zur Titelgeschichte „Wie ticken die
Deutschen? Warum wir so sind, wie wir sind“ in Haft 17 / 2008)
181)
„Nicht an Programmen und Ideologien gesundet ein Volk, das krank und zertreten
am Boden liegt und in Taumel und Verzweiflung sich verloren hat. Was es
braucht, sind nicht Worte, sondern Tat und lebendige Kraft.“
Lulu von Strauß und Torney –
Dichterin (1873 – 1956)
182)
„Wenn wir eine Nation vernichten wollen, so müssen wir zuerst ihre Moral
vernichten, dann wird uns die Nation als reife Frucht in den Schoß fallen.“
Lenin (eigentlich: Wladimir Iljitsch Uljanow)
183)
„Alle evangelischen Pfarrer in Ostfriesland hatten (Manfred) Roeders
Proteste (gegen die Freigabe der Pornographie) von den Kanzeln verlesen
und Unterschriften gesammelt. Bischof Graber von Regensburg lud Roeder und
seine Bürgerinitiative ins bischöfliche Ordinariat ein ...“
Rundbrief Deutsche
Bürgerinitiative 7 + 8 + 9 / 2008, S. 1
184)
„Die UNO ist eine Organisation, die von den Siegermächten des Zweiten
Weltkrieges geschaffen wurde.“
Informationsdienst VEREINTE
NATIONEN in Wien (in einem Brief vom
9.11.1990)
Anmerkung: Diese Tatsache ist zwar elementar, entgleitet allerdings all zu oft unserem Bewusstsein.
185)
„Der Vorwurf mit ‚unterschiedlichen Maßstäben zu messen’, ist den Vereinten
Nationen im Zusammenhang mit der Reaktion auf die irakische Invasion in Kuwait
zwar häufig gemacht worden – nie aber im vergleich mit den Grenzveränderungen
nach dem Zweiten Weltkrieg (die deutschen Ostgebiete), sondern eher mit
den besetzten arabischen Gebieten.“
Informationsdienst VEREINTE
NATIONEN in Wien (in einem Brief vom
9.11.1990)
186)
„Die Uno ist also, ebenso wie Nato und EU, eine antideutsche Kriegskoalition,
die alle nur den einen Zweck haben: ein selbstbewusstes und wirklich freies
Deutschland zu verhindern. Wenn wir uns damit abfinden, sind wir der Ketten
wert, die man uns 1945 angelegt hat.“
Rundbrief Deutsche
Bürgerinitiative 7 + 8 + 9 / 2008, S. 3
Anmerkung: Vereinbarung zwischen der BRD und den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges sind unwirksam, soweit sie gegen die anerkannten Regeln des Völkerrechts verstoßen. Danach kann es dem Deutschen Volk jedenfalls nicht verwehrt werden, die historische Wahrheit zu ergründen und national/international zu verbreiten oder andersherum: die Siegermächte dürfen die BRD nicht zwingen, alliierte Lügengeschichten und tendenziösen Halbwahrheiten im Deutschen Volk zu verbreiten. Niemand darf den deutschen Bundestag hindern, die Vorschrift des § 130 III StGB aufzuheben und niemand kann es dem Bundesverfassungsgericht verbieten, diese Vorschrift für verfassungswidrig zu erklären.
187)
„Nur wenigen ist bekann, in welche Zweifel die Regierung Dönitz durch das
Auftauchen der sowjetischen Militärdelegation in Flensburg am 17. Mai 1945
gestürzt wurde.“
Rundbrief Deutsche
Bürgerinitiative 7 + 8 + 9 / 2008, S. 3
188)
„Die wichtigste Entscheidung ist, mit dem System zu brechen.“
Rundbrief Deutsche
Bürgerinitiative 7 + 8 + 9 / 2008, S. 4
189)
„Wenn ich Inserate schalte, Kongresse organisiere, eine DVD produziere, eine
Webseite mit allen Infos aufmache, dann wird die Botschaft über die Lügen vom
11. September 2001 (Attentat auf die Doppeltürme in NY) wie ein Lauffeuer unter
den Leuten sich verbreiten und wir kriegen dann ein neues Bewusstsein und es
passiert was. Ja, die Informationen haben wir verbreitet, andere haben das
gleiche getan, die Menschen sind aufgewacht und erkennen die Lügen. Aber
trotzdem, auf der ganzen Welt passiert nichts.“
Jimmy Walter –
amerikanischer Unternehmer, Buchautor, Millionär, Philanthrop und WTC-Aufklärer
Anmerkung: Ganz so pessimistisch wie Herr Walter sollte man die Zustände bzw. Missstände vielleicht nicht betrachten, denn einschlägige demoskopische Erhebungen in den USA und der übrigen „freien“ Welt belegen, daß doch ein erheblicher Teil der Bevölkerung nicht (mehr) an die offiziellen Untersuchungsergebnisse zum 11.9.2001 glaubt. Allerdings ist allerorten eine gehörige Portion Defätismus gegenüber der Übermacht des „Schweinesystems“ vorhanden. Möglicherweise ist der erste entscheidende Schritt ein globaler Boykottaufruf und Boykott gegenüber den Systemmedien, die sich analog der Vorgaben in den Protokollen der Weisen von Zion verhalten. Jimmy Walter wurde übrigens in dem Land mit der Freiheitsstatue (welche Chuzpe in diesem Polizeistaat!) massiv bedroht und hat es vorgezogen, in der Anonymität einer mitteleuropäischen Großstadt unterzutauchen. Ähnlich erging es dem Ex-CIA-Oberen Dr. Oswald LeWinter.
190)
„Die Tugend geschlagener Völker ist Geduld, nicht Resignation.“
Oswald Spengler
191)
„Die Regierungen sind die Todfeinde der Völker (der EU), denn sie wollen
gegen deren Willen, ohne sie zu fragen, die Völker abschaffen, durch
Vermischung eine kaffeebraune Mischrasse herstellen unter der Herrschaft einer
jüdischen Elite nach dem Plan von Coudenhove-Kalergie und dem US-Juden Hooton.“
Rundbrief Deutsche
Bürgerinitiative 7 + 8 + 9 / 2008, S. 5
192)
„In der BRD gibt es fünf Medienkartelle, die alle von der
Rockefeller-Foundation, also der amerikanischen Ostküste gesteuert werden. Sie
bestimmen das Klima und entscheiden, was und wie es gebracht werden darf, was
gut, was böse ist. Die Politische Korrektheit ist die perfekteste Diktatur, die
es jemals gab. Die meisten gehorchen ihr freiwillig ohne Druck, einfach aus
Angst.“
Rundbrief Deutsche
Bürgerinitiative 7 + 8 + 9 / 2008, S. 6
193)
„Von der strategielosen Beliebigkeit der Bundeskanzlerin sind viele
CDU-Mitglieder enttäuscht. Wenn sie das billigend in Kauf nimmt, wird sie sich
über die Folgen noch wundern.“
Wolfgang Ruth –
Ehrenvorsitzender des CDU-Stadtverbandes Hilchenbach im SPIEGEL-Leserbrief 18 /
2008 / 10
Anmerkung: So lange Frau Merkel ihre Clubfreunde von Rotary International, die Israel-Lobby und die amerikanische Ostküste im übrigen hinter sich weiß, können ihr doch ihre Parteifreunde (leider) ziemlich gleichgültig sein. Die Wahlen in dieser unserer Bananenrepublik werden durch die gleichgeschalteten und eben von JENEN gesteuerten Medien gewonnen oder verloren und nicht mehr von der – immer stärker erodierenden – Basis der sogenannten großen Volksparteien.
194)
Nach einer TNS Umfrage vom 22. und 23. April 2008 im Auftrag des SPIEGEL unter
1000 Befragten glaubten 66 % nicht, daß das Parlamentarische Kontrollgremium
des Bundestages den Bundesnachrichtendienst umfassend kontrollieren kann.
DER SPIEGEL 18 / 2008 / 26 („Außer
Kontrolle“)
195)
„Die Ministerpräsidenten der Union wollen sich den autoritären Führungsstil
Angela Merkels nicht länger bieten lassen.“
DER SPIEGEL 18 / 2008 / 32 („Kraft
der Provinz“)
Anmerkung: Vielleicht hat der Umstand, daß Angela Merkel in der DDR sozialisiert wurde, nachhaltiger geprägt, als es für die idealtypische Vorstellung von einem freiheitlichen, demokratischen und föderalen Gemeinwesen wünschenswert ist.
196)
„Populist, Schaumschläger, Lafontaine-Jünger: Es war nackte Wut, die Jürgen
Rüttgers nach seinem jüngsten Rentenvorstoß aus der Berliner Regierung
entgegenschlug. Dem CDU-Ministerpräsidenten aus Nordrhein-Westfalen konnte es
recht sein. Mit jeder Schmähung aus dem politischen Establishment stieg die
Zustimmung im Volke. Fast 80 Prozent der Deutschen ... hießen den Vorstoß des
Düsseldorfer Politikers gut.“
DER SPIEGEL 18 / 2008 / 34
Anmerkung: Wenn sie hören oder lesen, daß ein bisher als unverdächtig geltender Zeitgenosse als „Rechtsradikaler“, „Antisemit“, „Verschwörungstheoretiker“ oder „Populist“ bezeichnet wird, ist höchste Vorsicht und kritisch differenzierende Analyse geboten; es könnte sich nämlich um eine Denunzierung durch das korrupte Establishment oder JENE Hintergrunddrahtzieher handeln, die sich gewaltige Befugnisse anmaßen, ohne demokratisch legitimiert zu sein.
197)
„Die Braunschweiger Staatsanwälte, die jetzt den Lauschangriff auf den
Porsche-Boss (Wendelin Wiedeking) untersuchen müssen, stehen vor einer
schwierigen Ermittlungsarbeit. Sie haben sich der Unterstützung des
niedersächsischen Landeskriminalsamtes versichert. Es ist mal ein neues Betätigungsfeld für die Experten. In
jüngster Vergangenheit hatten sie, wenn es um VW ging, eher mit Prostituierten
zu tun.“
DER SPIEGEL 18 / 2008 / 86 (Dietmar
Hawranek: „Operation Babyphone“)
198)
„Und wird das nicht enden wollende Bankendesaster von den beiden Hauptakteuren (Ben
Shalom Bernanke und Jean-Claude Trichet) womöglich sogar befeuert?“
DER SPIEGEL 18 / 2008 / 104 („Am Rande der Hysterie“)
199)
„Das ist eine brennendheiße Sache.“
Ludwig Adamovich –
ehemaliger österreichischer Verfassungsrichter und Leiter einer
Untersuchungskommission über Pannen im Entführungsfall Natascha Kampusch (gab
es Mittäter?) in DER SPIEGEL 18 / 2008 / 110
200)
„Bei einer Orgie mit sechs Prostituierten soll der Polizeichef der Hauptstadt (Teheran),
Resa Sareie, 52, von Beamten des Justizministeriums verhaftet worden sein. Wie
eine der beteiligten Frauen berichtete, habe Sareie ihnen befohlen, sich
auszuziehen und ‚nackt in einer Reihe stehend vor ihm zu beten’.“
DER SPIEGEL 18 / 2008 / 110
Anmerkung: Wenn ich mich recht entsinne, schrieb Erich Maria Remarque irgendwo in „Arc de Triomphe“, daß es mehr Huren unter den Frauen gibt, die nie etwas mit einem Mann gehabt haben, als unter jenen, die daraus einen traurigen Broterwerb machen. Unter Beachtung der Unschuldsvermutung und des allgemein anerkannten Grundsatzes in dubio pro reo wollen wir zu Gunsten des Polizeichefs unterstellen, daß er jene Frauen läutern und auf den Pfad der Tugend zurückführen wollte. Deshalb das Gebet. Die Textilfreiheit ließe sich wahrscheinlich problemlos mit den in Teheran üblichen hohen Temperaturen erklären. Also: Ein Schelm, der sich etwas Böses dabei denkt!
201)
„Zurück in Ankara, meldeten die Delegierten ihren Auftraggebern, die Vertreter
des syrischen Regimes hätten entschieden abgestritten, dass das Land an
Atomwaffen arbeite, und sie hätten behauptet, die israelischen Flugzeuge hätten
nicht einen Reaktor, sondern ein Raketendepot (Anlage al-Kibar)
zerstört.“
DER SPIEGEL 18 / 2008 / 116 („Bomben in der Wüste“)
202)
„Vermutlich steht der gelernte Augenarzt (Baschar al-) Assad nun vor der
Wahl, ob er das Beharrungsvermögen Saddam Husseins an den Tag legen möchte oder
ob er es vorziehen soll, die große Umkehr zu wagen, so wie Libyens
irrlichternder Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi.“
DER SPIEGEL 18 / 2008 / 116 („Bomben in der Wüste“)
Anmerkung: Ein im belgischen Exil lebender ehemaliger Wiedergutmachungsrichter vertrat die Auffassung, DER SPIEGEL sei „ein Witzblatt für Juden und Freimaurer“. Ganz so abwegig ist diese – sicherlich überpointierte – Einschätzung offenbar nicht. Anstatt den „kleinen Satan“ Israel und „den großen Satan“ USA (einige vertauschen auch die Prädikate!) für diesen erneuten Bruch des Völkerrechts scharf zu kritisieren und als Verbrechertum zu brandmarken, wird durch die Blume vermittelt, es habe doch keinen Zweck, sich gegen die jüdisch-freimaurerische Machtkonstellation aufzulehnen und die von Bush als Achse des Bösen gekennzeichneten Schurkenstaaten seien ja wegen ihrer Widerborstigkeit selber schuld; alles andere sei pathologischer Michael-Kohlhaas-Komplex. Liebe Eine-Welt-Apologeten in der Brandstwiete: Noch ist nicht aller Tage Abend und der Fluch der bösen Tat wird sie alle treffen, die Zionisten genauso wie die Freimaurerbande an Themse und Potomac.