Georg Wiesholler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer hat es gewußt?

 

 

 

 

Eine aktuell berechtigte Frage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer hat es gewußt?

 

 

 

Zweite, wesentlich erweiterte Auflage, Februar 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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    Dagfinn Føllesdal, ein norwegischer Professor der Philosophie an der Universität Oslo, sagte in einem Gespräch mit „Aftenposten“: „Während meines Besuchs in Israel fragte ich Israeli, die ich zufällig antraf, warum so ein  friedensliebendes Land wie Israel die Siedlungen in der ‚Westbank’  aufrecht erhält und immer noch ausweitet? Alle fingen sie an, wie aus einem Mund, ohne auf meine Frage einzugehen, über den Holocaust zu erzählen.“ [1]

 

    Brigitte Bailer-Galanda, Chefin des „Dokuments-Archivs des österreichischen Widerstandes, behauptete: „Mit dem Bestreiten des Holocausts werde die Existenzgrundlage des Staates Israel untergraben.[2]

 

    Hier liegt also des Pudels Kern: Daher darf der Holocaust nicht bestritten werden! Denn ohne Holocaust kein Israel!  Er wurde zu einem Dogma erhoben. Für dieses Dogma mußten Millionen von Palästinensern vertrieben und Hundertausende getötet werden.

 

    Auf der Holocausttagung in Stockholm im Januar 2000, an der 45 Staatschefs teilnahmen, wurde diese „Holocaustreligion“ gegründet: „Man wohnte der Feier einer neuen Zivilreligion bei.“ [3]

 

    Auch der israelische Historiker Tom Segev sieht in Israel die erkennbare Tendenz, „aus dem Holocaust eine staatsbürgerliche Religion zu machen. Dies sei eine Reaktion auf den säkularen Zionismus.“ [4]

 

    Der jüdische Historiker Prof. Michael Wolffsohn sagte in seiner Dankesrede bei der Konrad-Adenauer-Preis-Verleihung: „Die Holocaust-Fixierung auf Deutschland ist ein Hinweis auf die religiöse Dejudaisierung des Judentums durch die Juden. Und auch die besondere Holocaust-Fixierung auf Deutschland bedeutet einen Bruch mit der religiösen Tradition des Judentums. Die Betonung der Einzigartigkeit des Holocaust zerschneidet ebenfalls die Leidenskette der Generationen und damit das religiös bestimmte jüdische Geschichtsbild, indem ein Leid so viel mehr als andere, frühere, betont wird.“                    

 

    Dagfinn Føllesdal sagte auch in derselben Ausgabe, „daß die israelischen Regierungen die Möglichkeit einen palästinensischen Staat zu errichten, durch ihre zweideutige Politik für immer verspielt haben“ (har forspilt sine muligheder), d. h. sie haben das Vertrauen der Palästinenser für immer verloren. „Da sitzen sie während eines Waffenstillstandes zusammen,  um über einen palästinensischen Staat zu verhandeln, aber gleichzeitig  erweitern sie ihre Siedlungen (utvide bosettingene) und vertreiben dabei die Palästinenser.“

 

   Jesajahu Leibowitz, der schon verstorbene, renommierte, israelische Philosoph und Theologe, bestätigte die Ansicht Føllesdals: „Tatsächlich sind wir es doch, die nicht zu Verhandlung und Teilung bereit sind! Israel wollte in der Vergangenheit keinen Frieden und will auch heute keinen Frieden, sondern ist allein an der Aufrechterhaltung der Herrschaft über die besetzten Gebiete interessiert.“ [5]

 

    Jostein Gaarder, der renommierte norwegische Schriftsteller, Theologe und Historiker, schrieb schon 2006: „Israel hat die Anerkennung als Staat wegen ihrer brutalen Kriegsführung verwirkt (eine Kriegsführung, die jetzt in Gaza noch brutaler ist).“ [6]    

 

    Über eine Million russische Juden sind bereits in Israel  aufgrund des Rückkehrrechts eingewandert (wozu die Deutschen mit Milliarden beigetragen haben), um die Macht Israels zu stärken. Der ehemalige nationalreligiöse Minister Avraham Burg forderte die Abschaffung des Rückkehrrechts der Juden, „weil dies lediglich ein Spiegelbild der rassistischen Politik Hitlers  sei und heute so wenig zeitgemäß sei wie der damit einhergehende ‚katastrophierende Zionismus’. Mit Letzterem meint der Autor nicht nur die Fixierung der israelisch-jüdischen Identität auf den Holocaust, sondern auch eine Abhängigkeit vom Mythos einer angeblich ewigen jüdischen Leidensgeschichte. Diese vom israelisch. Establishment gepflegte Sicht versperre den Blick auf die Zukunft, die Folge sei ein gefährliches Abgleiten in den Verfolgungswahn.“ [7]

 

    Der jüdische Historiker Joseph G. Burg meinte in seiner Schrift „Mossadpädagogen“: „Dem Wort HOLOCAUST, dem im modernen Sprachgebrauch allerhöchste Rangordnung beigemessen wird, soll ein angeblich von den Deutschen planvoll durchgeführter VÖLKERMORD an den europäischen Juden namentlich benannt werden. Das Wort Holocaust leitet seinen Ursprung aus dem Griechischen ab, von holócauton = ‚Vollbrennung’ und bedeutet im englischen ‚Brandopfer’. Es gelangte erst in den fünfziger Jahren unseres Jahrhunderts zu der jetzt gebräuchlichen Anwendung. Seine Begriffsanwendung soll alleinig    zur Kennbarmachung des angeblich stattgefundenen Genozid am jüdischen Volk dienen. In der Tat, Juden wurden geopfert. Aber diese Juden wurden von Juden geopfert. Von Juden, die sich zum  ZIONISMUS bekennen.

Das Wort HOLOCAUST suggeriert also einen Völkermord. Es soll beim Wortbenutzer wie beim Zuhörer der Eindruck erweckt werden, als sei die in Europa siedelnden Angehörigen des jüdischen Volkes vom ‚Holocaust’ der deutschen Nationalsozialisten erfaßt worden. Nichts stimmt an diesen Vorwürfen. Aber das abscheulich klingende Wort ‚Holocaust’ läßt sich gut als ein Schlüsselwort für die erpresserischen Forderungen der Israel-Zionisten benutzen, die darauf bauen, mit Hilfe dieses Wortes vom deutschen Volk Milliardenbeträge herauszwingen zu können.“ [8]

 

    Thoratreue Juden in den USA bestätigten die These von J. G. Burg. Sie behaupteten, der weltweite Boykott gegen Deutschland 1933 und die spätere massive Kriegserklärung wurde von den zionistischen Führern und dem „Jüdischen  Weltkongreß“ initiiert: „Woher nahmen die zionistischen Führer und der World Jewish Congress das Recht, für sich Vorteile zu fordern? Die weltweite Handelsblockade gegen Deutschland im Jahre 1933 und alle späteren Kriegserklärungen an Deutschland, veranlaßt von den zionistischen Führern und dem World Jewish Congress, erzürnte Hitler derartig, so daß er drohte, die Juden zu vernichten. Auf der Konferenz in Wannsee  im Januar 1942 wurde das Schicksal der Juden beschlossen und ihr Leiden begann. Die Zionisten weigerten sich auch, den Juden mit Lebensmitteln in Deutschland zu helfen und blockierten alle Anstrengungen in dieser Hinsicht. Ihr Motto war:  ‚Rak B'Dam’ (nur durch Blut werden wir das Land Palästina erhalten).[9]

 

    Siehe dazu auch die lesenswerte Schrift „Die Holocaust-Industrie“ des jüdischen US-Historikers Professor Dr. Norman Finkelstein, wo er belegte, wie Juden den Holocaust für ihre Zwecke missbrauchen!

 

    Der jüdische US-Professor Noam Chomsky schrieb (ich teile diese Ansicht): Israel „ist ein Produkt, gezeugt in Österreich (Herzl), geboren im imperialistischen  England (Balfour-Deklaration), und dient heute vor allem den Vereinigten Staaten als Stützpunkt für ihre  imperialistischen Ziele im Nahen- und Mittleren Osten. Israel ist unser unsinkbarer Flugzeugträger im Mittleren Osten“.

 

    Deswegen unterstützen alle amerikanischen Regierungen diesen verbrecherischen Apartheid-Staat Israel. Da macht Präsident Barack Obama, der immer eine Wende forderte, keine Ausnahme.  

 

    Nun hat der treu-katholische Bischof Richard Williamson, ein Mitglied der „Bruderschaft Pius X.“, welche dem Evangelium streng verpflichtet ist, in einem Gespräch mit dem schwedischen Fernsehen am 21. Januar 2009 gesagt: „Kein einziger Jude wurde in Gaskammern umgebracht. … Ich meine, daß die historische Faktenlage sehr stark, ja überaus stark, dagegen spricht, daß sechs Millionen gezielt in Gaskammern vergast wurden, als eine gezielte Strategie von Adolf Hitler.  … Ich glaube, daß es keine Gaskammern gegeben hat – soweit ich die historische Faktenlage studiert habe. Ich folge nicht den Gefühlen.  Ich glaube, daß 200 000 oder 300 000 Juden in nationalsozialistischen Konzentrationslagern umkamen.“ [10]

    Der Reporter des schwedischen Fernsehens beschuldigte deswegen den Bischof des Antisemitismus, weil er vermutlich die Wahrheit erfaßte. [11] Schon im Dezember 2008 warnte der Bischof öffentlich vor der drohenden Sklaverei der Menschen durch allgegenwärtige Lügen (man muß sich nur daran erinnern, wie sich die amerikanische Regierung in den Krieg gegen Irak, der Tausende von Toten gekostet, hineingelogen hat!) Er antwortete: „Was ist Antisemitismus?   Wenn Antisemitismus schlecht ist, so weil er gegen die Wahrheit ist. Wenn etwas wahr ist, dann ist es nicht schlecht. Ich bin nicht am Antisemitismus interessiert. Das Wort ist sehr gefährlich. …  Es hat bestimmt eine gewaltige Ausbeutung gegeben – siehe oben Finkelsteins Holocaustindustrie! Deutschland hat Milliarden und (Aber)Milliarden Deutsche Mark und jetzt Euros gezahlt, weil die Deutschen einen Schuldkomplex haben (der ihnen aufgezwungen wurde), weil sie sechs Millionen Juden vergast hätten. Aber ich glaube nicht, daß sechs Millionen vergast wurden.“

    Es ist unglaublich, was für eine furchtbare Hatz nun gegen Bischof Richard Williamson losgetreten wurde. Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat erklärt, „daß sie ‚momentan’ keinen Dialog mit der katholischen Kirche führen werde (darauf kann die katholische Kirche verzichten, Frau Knobloch will doch nur Monologe!). Die katholische Kirche müsse gegenüber einem Holocaust-Leugner Konsequenzen ziehen, ihn zu rehabilitieren bedeute aber, unabhängig von allen verbalen Distanzierungen, sich diesen Aussagen nicht zu widersetzen. …  Ich wünsche mir einen Aufschrei in der Kirche gegen ein solches Vorgehen des Papstes. “ [12] Das israelische Ober-Rabbinat setzte die offizielen Kontakte zum Vatikan aus.   

 

    Dazu: Bundespräsident Horst Köhler hat bei der Auschwitz-Gedenkfeier im Bundestag am 28. Januar 2009 „das mangelnde Wissen der jungen Generation über das Nazi-Regime und den Holocaust“ beklagt. Er rief dazu auf, „die Erinnerung an das Verbrechen des Holocausts zu bewahren. Wer sich der eigenen Vergangenheit nicht stellt, dem fehlt das Fundament für die Zukunft. Wer die eigene Geschichte nicht wahrhaben will, nimmt Schaden an seiner Seele. Die Verantwortung aus dem Völkermord an den Juden sei Teil der deutschen Identität.“

 

     Die junge Generation“ hat bestimmt genügend Unterricht über „das Nazi-Regime  und den Holocaust erhalten. Wenn wir der Anna Rau, der sicherlich gut umerzogene Tochter des Bundespräsidenten, glauben dürfen, dann haben sie zu viel Unterricht über den Holocaust bekommen: „Der Zweite Weltkrieg nervt mich extrem. Immer wieder dasselbe. Man fängt an mit Hitler und das rosarote Kaninchen, dann kommt Anne Frank und ‚Die Welle', dann schaut man Schindlers Liste am Wandertag. Im Konfirmandenunterricht nimmt man den Holocaust durch und in Geschichte sowieso. Man könnte fast sagen, man spricht in allen Fächern darüber. Da stumpft man irgendwie ab. Es ist einfach zu viel." [13]

    Der jüdische Publizist Günther B. Ginzel sagte in seinem Nachruf  auf Ignatz Bubis im Kölner Stadtanzeiger: Ignatz Bubis hat während seiner Amtszeit zu mehreren Hunderttausenden von jungen Menschen gesprochen. … Der vielleicht bitterste Satz in Ignatz Bubis´ letztem großen Interview, das Ende Juli im ‚Stern’ erschienen ist, lautet: ‚Nichts oder fast nichts habe ich  bewirkt’.“

    Es besteht unter den Umerziehern die irrige Ansicht, daß man Schüler politisch beeinflussen kann. Dazu ist nicht einmal eine primäre Sozialisationsinstanz (die Eltern) imstande. Man kann sie natürlich zwingen, drohen, gewisse Ansichten nachzusagen. Aber auf Lügen (Staatsräson der BRD) kann man keine Gemeinschaft aufbauen. Dies hat man mit der DDR gesehen!

 

    Bischof Richard Williamson ist kein Leugner, er ist ein Zweifler. Aber unsere Gutmenschen verdrehen immer wieder bewußt die Begriffe (George Orwell läßt grüßen!), leider auch die katholischen, deutschen Prälaten. Gerhard Müller, Bischof von Regensburg, erteilte Bischof Williamson Hausverbot in allen Gotteshäusern und bezeichnete dessen Aussagen als „Gotteslästerung“. [14]Leugnen des Holocausts sei inakzeptabel und gehöre nicht zur Lehre der Kirche, sagte Matthias Kopp, der Sprecher der katholischen  Bischofskonferenz, im ZDF.“ [15]

 

    „Wer sich bilden will, muß zuerst mal zu zweifeln verstehen“, schrieb schon Aristoteles, „denn erst der Zweifel des Geistes führt zur Erfassung der Wahrheit.“

 

     In diesem Sinne schrieb der große britische Historiker und Aufklärer Henry Thomas Buckle in „Geschichte der Zivilisation": „First to doubt, then to inquire, and then to discover (Erst zweifeln, dann untersuchen und dann entdecken)."

 

    Ist diesen Prälaten nicht bekannt, daß  der Apostel Paulus an die Römer (14,23) schrieb: „Wer nicht aus redlicher Überzeugung handelt, ist gerichtet, ... und was nicht aus redlicher Überzeugung kommt, ist Sünde.“

    Der Apostel Paulus erlaubte uns auch, frei zu denken: „Denn warum sollte ich das Gewissen eines andern über meine Freiheit urteilen lassen?“ (1 Korinther 10,29)

    Der Prophet Jesus Sirach forderte: „Für die Wahrheit kämpfe bis zum Tode, dann wird Gott der Herr für dich streiten (Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch alles an die Sonnen!).“   

    Als Jesus Christus ungerecht und haßerfüllt von den Pharisäern aufgegriffen wurde, sagte er vor dem Gericht: „Habe ich unrecht geredet, so beweise mir das Unrecht. Habe ich aber recht geredet: warum schlägst du mich?“ (Joh. 18,23)

 

    Über die Lüge schrieb der Hl. Augustinus, der Kirchenvater, was sich unsere Prälaten, Politiker und Juristen einprägen sollen: „Die Lüge ist nicht zuerst über das Zutreffende oder Nichtzutreffende einer Aussage zu definieren, und nicht jeder, der irrtümlich die Unwahrheit sagt, ist ein Lügner. Entscheidend ist vielmehr, daß das Ausgesagte mit der Absicht zu täuschen (cum intentione fallendi) verbunden ist. Niemand jedoch bezweifelt, daß der lügt, der mit Willen die Unwahrheit sagt, um zu täuschen. Demgemäß ist eine Aussage nur unwahr, eine Lüge, wenn sie mit dem Willen zur Täuschung vorgebracht wurde (qua propter enuntiationem falsam cum voluntate ad fallendum prolatam, manifestum est esse dacium).“ [16]

 

    Die Äußerung des Bischof Richard Williamsons zu Auschwitz, und die darauffolgende Verleumdung als Leugner, hat mich angeregt, diesen Aufsatz, der schon in der österreichischen Zeitschrift „Neue Ordnung“ vor Jahren erschienen ist, mit wesentlichen Ergänzungen umzuschreiben.

 

    Der deutsche Historiker Dr. Peter Longerich, Prof. für „Moderne Deutsche Geschichte“ und Direktor des „Research Centre for the Holocaust and Twentieth-Century History an der Royal Holloway University of London“, sozusagen eine Kapazität auf diesem Gebiet, hielt am  30. April 2003 eine Vorlesung an der Johann-Wolfgang- Goethe-Universität Frankfurt am Main über das Thema: „Davon haben wir wirklich nichts gewußt! Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945“. Er unterstellte in diesem Vortrag, daß die Deutschen von der Vernichtung der Juden gewußt haben mußten. Ziel des Seminars sei es, sagte er, zur Klärung der Frage beizutragen, wie die „nationalsozialistische Judenpolitik“ in der Propaganda des Regimes dargestellt wurde, was die deutsche Bevölkerung tatsächlich über die Judenvernichtung  wußte und wie sie auf diese Informationen reagierte.

 

    Dann verfaßte der Professor noch ein Buch mit dem Titel: „Davon haben wir nichts gewußt! Die Deutschen und die Judenverfolgungen 1933-1945“.  Später wurde dieses Buch in der Süddeutschen Zeitung besprochen. Ich zitierte daraus: „Der Techniker Karl Dürkefelden aus Celle las im Februar 1942 in der Niedersächsischen Tageszeitung, daß Hitler die Ausrottung der Juden angekündigt habe. Kurz zuvor hatte er im Zug einen deutschen Soldaten von Massenvernichtungen im Osten reden hören. Im Juni des Jahres berichtete ihm sein Schwager und dann sein Arbeitgeber, dessen Sohn bei Bialystok eingesetzt war, von Massenexekutionen. Weitere schreckliche  Geschichten von Soldaten auf Heimaturlaub folgten im Laufe des Sommers. Ab Herbst 1942 nannte der deutschsprachige Sender der BBC Zahlen über den Massenmord an den Juden. Innerhalb eines Jahres hatte Dürkefelden, ohne jemals in der Nähe von Mordstätten gewesen zu sein, somit so viele Informationen über die Vernichtung der Juden erhalten, daß er sie zu einem Gesamtbild zusammenfügen konnte, das über den systematischen Massenmord keine Zweifel aufkommen ließ. Der Holocaust war ein ‚offenes Geheimnis’ – wie die Studien von Peter Longerich … deutlich machen.“ [17]   

 

    Guido Knopp, einer der größten Geschichtsklitterer der BRD, behauptete: „Hunderttausende an der Front und in der Heimat wußten, daß Juden vernichtet werden.“ [18]

 

    Gerhard Besier, Direktor des „Hannah-Arendt-Instituts“ in Dresden, ein von deutschen Steuerzahlern hochdotiertes Institut, schrieb ein Buch mit dem Titel „Das Europa der Diktaturen. Eine neue Geschichte des 20. Jahrhunderts“ (München 2006). Da behauptete er, daß „Hitler an Erlösungswahn“ litt, daß das deutsche Volk „ein Volk von Nutznießern der Hitlerischen Verbrechen“ war und das „Wissen vom Holocaust deutsches Allgemeingut“ gewesen sei. 

 

    Professor Julius Schoeps, der Sohn des Erlanger Professors Hans-Joachim Schoeps, meines Freundes in Uppsala,  meinte auch in der Besprechung des Buches „In Auschwitz wurde niemand vergast, die Deutschen  mußten alles wissen.“ „Wer wissen wollte, konnte wissen - Argumente gegen Lügen und Verdrehungen“. [19]

 

    Julius Schoeps hätte seinen Vater fragen können. Er wußte nämlich auch nichts. Er war einer der ersten, der nach dem Kriege nach Deutschland reisen durfte. Nach der Rückkehr referierte er bei der „45-ger Vereinigung", eine Vereinigung von Emigranten, und erzählte überhaupt nichts von der Vernichtung der Juden, sondern nur von den unglaublich üblen Zuständen im besetzten Deutschland.[20] 

 

    Mit Werner Lansburgh, dessen Verlobte Hans-Joachim Schoeps heiratete, teilte ich auch das Schicksal eines Emigranten in Uppsala. Er wertete für den  britischen Geheimdienst die deutsche Presse aus und entdeckte u. a., daß in Peenemünde eine Abschußrampe für Raketen errichtet wurde, worauf Briten diese Rampe bombardieren konnten. Er wußte auch nichts von Auschwitz. Er schrieb: „Von Gaskammern wußten wir noch nichts, und als wir gegen Kriegsende von ihnen erfuhren (siehe unten „Svenska Dagbladet“ vom 28. Dez. 1944!), glaubten wir zunächst, es handle sich um die widerlichsten Greuelmärchen konkurrierender Kollegen.“[21]

 

    Als Erster möchte ich selbst diese Frage beantworten. Ich habe, obwohl ich drei Jahre während des Krieges in Schweden lebte und sehr, sehr viel gelesen habe, nichts von der Vernichtung gewußt. Mir waren nur die KL Dachau und Buchenwald bekannt. In Schweden erfuhr ich durch den Juden Peter Blachstein, daß es auch ein KL Hohenstein gab, weil er dort inhaftiert war und 1934 aufgrund des Todes von Hindenburg amnestiert wurde und  nach Schweden ausreisen durfte.  Über die Vernichtung der Juden habe ich  erst nach dem Krieg erfahren.

 

    Mitte der fünfziger Jahre studierte ich Germanistik an der Stockholmer Universität.  Zur gleichen Zeit hielt der jüdische Professor Walter Berendsohn Vorlesungen über Schiller. Ich besuchte diese und zwischen mir und Professor Berendsohn entstand eine engere Verbindung als dies zwischen Professoren und Studenten üblich ist. Vielleicht weil Berendsohn Deutscher war (er war Zionist und seine zwei hübschen Töchter, die nie daran dachten, einen „Arier“ zu heiraten, zogen  nach Israel). Er lud mich ein paar Mal ein in sein Heim in Bromma. Er erzählte mir, daß Thomas Mann, zu dessen „Sieben Manifeste zur deutschen Frage“ er das Vorwort schrieb, ihm berichtete, daß schon 1936  6 Millionen Juden ermordet wurden. Aber nicht in Auschwitz oder anderen KL, sondern in  versiegelten und luftdicht abgeschlossenen Zügen, in denen Gas hineingeleitet wurde. 

 

    Bei meinem letzten Besuch in Stockholm forschte ich im Nachlaß meines verstorbenen Freundes Dr. Otto Friedlaender. Der Nachlaß liegt in Stockholm in „arbetarrörelsens arkiv" und ist dort einsehbar. Dr. Friedlaender, der über sehr gute Informationen verfügte,  schrieb zwar über Grausamkeiten der SS gegen Juden, aber nichts über Vernichtung und auch nichts über Vergasung von Juden, was mich in meiner Ansicht, daß es keine Vergasung von Juden in Auschwitz und anderswo gegeben hat, bestärkte.

 

    Willy Brandt behauptete nach dem Krieg, daß er schon 1942 von der polnischen Exilregierung in London erfahren habe, daß Juden in polnischen Konzentrationslagern vernichtet werden. Ich frage mich, warum hat er dies in seinen Vorträgen, in seinen Büchern und Schriften (jeder kann sie überprüfen), und vor allem in seiner Schrift „Der Zweite Weltkrieg“ (Hg. Komitee für Demokratischen Wiederaufbau, Stockholm 1944) von diesen Vernichtungen nichts erwähnt? Weil er es eben auch erst nach dem Krieg erfahren hat.

 

    So erwähnte der ungarische Jude Dr. Stephan Szende, ein Freund Willy Brandts, der ja „sehr gute Informationen über Polen besaß“ (so die Verlagsmitteilung), in seinem Buch „Den siste Juden från Polen“ (Der letzte Jude aus Polen), Stockholm 1944, Auschwitz auch nur ein einziges Mal – und dies so nebenbei.

 

    Professor Gerhard Radnitzky, auch ein Emigrant in Schweden, behauptete, daß Ilja Ehrenburg auch nichts wußte: „Ehrenburg hat auch festgestellt, daß in Auschwitz sechs Millionen  Leute umgebracht wurden, lange bevor die Rote Armee das Lager befreit hatte – einfach durch Intuition, und zeigte damit, wie überflüssig die Statistik eigentlich ist, wenn man Zahlen durch Intuition feststellen kann.“[22] 

 

    In „Svenska Morgonbladet“, eine Zeitung der Freikirchen (Das Datum habe ich damals als historisch Ungebildeter noch nicht vermerkt), las ich kurz nach dem Krieg: „Der Sekretär der Kriegsgefangenenhilfe, Pastor Gunnar Celander aus Röke, der vor einigen Tagen, nachdem er vier Jahre in Deutschland lebte, nach Schweden zurückkehrte,  erklärte in einem Interview, wie unglaublich sich dies auch anhören mag, aber er muß  die Wahrheit sagen, daß das deutsche Volk keine Kenntnisse von der schrecklichen Innenansicht der Konzentrationslager hatte. … Durch Gespräche mit deutschen Freunden, die in der Nähe von Belsen wohnten, konnte ich persönlich bei ihnen ein hundertprozentiges Nichtwissen  konstatieren, sagte Pastor Celander.“

 

    Im Sommer 1998 stieß ich zufällig in der Königlichen Bibliothek in Stockholm auf das Buch „Det judiska folkets öde" (Das Schicksal des jüdischen Volkes), Stockholm 1944,  von Hugo Valentin. Da ich ja den Zionisten Valentin persönlich gut kannte, ihn desöfteren besuchte, er war Gymnasiallehrer in Uppsala, wohnte in Kyrkogårdsgatan, setzte ich mich hin und las das Buch noch einmal durch. Jetzt fiel mir auf, was ich beim Lesen 1944 nicht beachtete, daß er das Wort Auschwitz auch  nur einmal erwähnte und dies ohne Hinweis auf eine Vernichtung von Juden.

 

    Aufgrund meiner im Laufe der Zeit entstandenen Zweifel, überprüfte ich Svenska Dagbladet und Dagens Nyheter, die zwei auflagestärksten Tageszeitungen Schwedens, für die Zeit vom 1. Januar 1944 bis zum 31. Dezember 1946, um etwas über Auschwitz zu erfahren. Ich wollte auch wissen, wann das Wort Auschwitz und Vergasung zum ersten Mal erwähnt wurde, weil ich, wie schon erwähnt, nicht in Erinnerung hatte, diese Worte während des Krieges gehört oder gelesen zu haben. Nur in  Svenska Dagbladet wurde in der Kriegszeit  über Auschwitz geschrieben. Sie berichtete am 28. Dez. 1944: „Nach einer Untersuchung, veröffentlichte die Zeitung „Der Bund“ (eine Schweizer Zeitung.) eine Mitteilung, die von einem Diplomaten stammt, daß 850 000 ungarische Juden unter den Verfolgungen getötet worden seien. Die meisten wurden in den fürchterlichen Gaskammern in Auschwitz ermordet.“

 

    Darüber berichtete am 20. Januar 1945 die US-Botschaft in Bern an US-Außenministerium: „Ich habe nie verläßliche Bestätigung von den umlaufenden Berichten erhalten können, daß allgemeine Befehle an die SS, die die jüdischen Lager kontrolliert, herausgegangen sind, alle Internierten zu töten, die angesichts des alliierten Vormarschs nicht evakuiert werden können. Enthalten ist ein Bericht zweier jüdischer Frauen, die Häftlinge in Auschwitz waren und sich zu völlig normalen Verhältnissen äußern.“ 

 

    Diese kurze Notiz in Svenska Dagbladet wurde möglicherweise damals in der schwedischen Öffentlichkeit übergangen, nicht beachtet oder auch nicht geglaubt. Es war ja eine Mitteilung aus dritter Hand. Ich bemerkte damals, wie dies erst nach dem Krieg der Fall war, keine öffentliche Erregung oder eine ausführlichere Erwähnung in der übrigen Presse.  

 

    Merkwürdig in diesem Zusammenhang ist daher schon der Bericht des schwedischen Botschafters in Ungarn, den er nach der Rückkehr  im März 1945 auch in Svenska Dagbladet veröffentlichte. Er erwähnte  Auschwitz und die Vergasungen überhaupt nicht. Er schrieb: „In voller Desperation (Verzweiflung, d. B.) begannen die Pfeilkreuzler (faschistische Bewegung in Ungarn, d. B.) mit der Hinrichtung von Juden. Sie jagten diese in einem Massenmarsch zur Grenze.  ...        Wir fuhren längs der Straße nach Wien, wo sich der Todesmarsch hinzog." [23]

 

    Dagens Nyheter, dessen Herausgeber das jüdische Haus Bonnier ist, erwähnte den Namen Auschwitz zum ersten Mal am 5. Mai 1945, also nach dem Kriege. Der Redakteur der Dagens Nyheter sprach mit der Franziskanernonne McCarthy, die im Zusammenhang mit der Graf-Bernadotte-Aktion im März 1945 aus Bergen-Belsen nach Schweden kam und die vorher, laut ihrer Angabe, in Auschwitz war. Sie erzählte dem Redakteur nichts über Vergasungen, aber: „Die polnischen Jüdinnen, die von Auschwitz (nach Bergen-Belsen) kamen, füllten einen Waggon nach dem anderen. Darunter 50 Kinder, der Rest von 1000, die im Lager geboren wurden."

 

    Gitta Sereny, die jüdisch-ungarische Speer-Biographin, schrieb, daß es ihr nicht gelungen sei, von  Albert Speer die von ihr vermutete Wahrheit über Auschwitz und anderen Lagern zu erfahren. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung ihres neuen Buches „The German Trauma – Experience and Reflections 1938 – 2001“, Penguin Books,  hatte sie ein Gespräch mit der britischen Tageszeitung  „The Times". Sie sagte u. a., „daß sie das Wort ‚Holocaust' mißbillige. ... Warum in aller Welt haben diese Leute Auschwitz zu einer heiligen Kuh gemacht. ... Auschwitz war ein schrecklicher Ort, aber kein Vernichtungslager." [24]

 

    In einem Gespräch im ZDF, Aspekte, am 15. Oktober  1999, sagte der Historiker Joachim Fest, der auch eine Biographie über Albert Speer geschrieben hat, daß Speer die Vernichtung der Juden in Auschwitz verneinte und daß es ihm auch durch noch so spitzfindige Fragen nicht gelungen sei, ihn in Widersprüche zu verstricken. Fest meinte abschließend: Dieses Geheimnis würde er ins Grab mitnehmen. Auch Heinrich Breloer konnte in seiner Speer-Biographie „Speer und Er“ (Hitler) über die Vergasung nichts erfahren. Wohl aber, daß er Hitler und Goebbels in der Reichskanzlei vergasen wollte.[25]

 

    Franziska Augstein zitierte Joachim Fest und den Verleger Jobst Siedler, der die Speer-Biographie verlegte: „Der Verleger und der Publizist trauten ihrem eigenen psychologischen Urteil und hielten Albert Speer für glaubwürdig, wenn er ihnen Mal um Mal beteuerte, daß er sich erst nach dem Krieg von den Ausmaßen der Verbrechen ein rechtes Bild gemacht habe.“ [26]

 

    Der bekannte Publizist Claus Jacobi, ehemaliger Chefredakteur der „Welt am Sonntag“ schrieb in „BILD“, München: „Während des Nürnberger Prozesses versicherten 14.763 ehemalige politische Leiter der NSDAP in eidesstattlichen Erklärungen, ‚daß sie von den Vorgängen in den Konzentrationslagern’ Dachau, Sachsenhausen, Buchenwald, Mauthausen, Flossenbürg, Ravensbrück und in den von 1940 bis 1942 errichteten Lagern Auschwitz, Neuengamme, Gusen, Netzweiler, Groß-Rosen, Lublin, Niederhagen, Stutthof und Arbeitsdorf ‚nicht die geringste Kenntnis hatten’.

 Ich habe nach dem Krieg versucht, auszuloten,  wie weit herrschende Schichten von Staat, Wehrmacht und Wirtschaft eingeweiht waren, und befragte dazu, wen ich so weit kannte, daß ich auf eine offene Auskunft hoffen durfte – von Hitlers Steigbügelhalter Vizekanzler Franz von Papen bis zu Hitlers Nachfolger Großadmiral Karl Dönitz, von Ribbentrops ehemaligen Pressechef Paul Schmidt bis zu Friedrich Flicks engstem Vertrauten, Vetter Konrad Kaletsch. Vergebens: Nicht einmal der um Aufrichtigkeit bemühte Albert Speer, der Hitler – außer dem ‚Führer’-Fahrer Julius Schreck – von allen Männern wohl am nächsten stand, konnte mir helfen. … Rudolf Augstein, Artillerieoffizier und  Herausgeber des Magazins ‚Der Spiegel’ erklärte, den Namen Auschwitz bis Kriegsende nicht gekannt zu haben.“ [27]

 

    SS-General Rochus Misch, Hitlers ehemaliger Telefonist und Leibwächter, sagte in einem Gespräch mit „Dagens Nyheter am 19. September 2004: „Es war ein Schock für mich, bei meiner Heimkehr zu erfahren was geschehen war. Während meiner Gefangenschaft bei den Russen hat mir nie einer was gesagt. Obwohl auch jüdische Vernehmungsoffiziere bei den Russen waren. Auch bei meinem Dienst bei Hitler erfuhr ich nichts davon. Daß es Konzentrationslager gab, wußte fast jeder, aber das dort Vernichtung betrieben wurde, hörte ich erst nach dem Kriege.“   


     Ex-Kanzler Helmut Schmidt erklärte gegenüber Beckmann daß er, wie auch sein Vater,  nichts von Auschwitz gehört habe und von der Ermordung von Juden nichts wußte. [28]

 

    In seinem Beitrag „Deutschland in der Mitte“ fragte sich auch der Diplomat Erich Wickert, warum in diplomatischen Berichten der Ort Auschwitz während des Krieges nie erwähnt wurde. [29]

                                                                                                                                         

    Bekannt ist auch, daß der ehemalige Bundespräsident Heuss, der in Goebbels Zeitung „Das Reich“ mitarbeitete, gute Informationen gehabt haben müßte, wiederholt sagte, daß er erst nach dem Kriege von der „Liquidierung der Juden“ erfahren habe.

    In einem Gespräch mit dem Bayrischen Rundfunk am 21. September 2000, 4. Programm, behauptete der Diplomat Rüdiger von Wechmar, ein ehemaliger Napolaschüler, daß er als Leutnant, und sein Vater als Oberst im Generalstab, von der Vernichtung der Juden und Zigeuner nichts wußten. Er habe davon erst in amerikanischer Kriegsgefangenschaft erfahren.

 

    Norman Cohn, der an deutschen Kriegsgefangenen in den USA Befragungen durchführte, meinte, daß die Masse der Deutschen vor dem Schicksal der Juden einfach die Augen verschlossen haben.[30] 

 

    Wenn man nichts wußte, hat man da die Augen verschlossen oder die Ohren zugestopft? 

 

    Richard von Weizsäcker erklärte in einem Gespräch mit  der „New York Times“ über seinen Vater, den Staatsminister im Auswärtigen Amt, Ribbentrops Stellvertreter: „Ich glaube wirklich, daß er von den systematischen Massenmorden nichts wußte (er natürlich auch nicht).  Die Ausführung der Judenmorde lag in der Hand weniger.[31] Aber jeder Deutsche konnte miterleben, was jüdische Mitbürger leiden mußten. … Wer seine Augen und Ohren aufmachte, wer sich informieren wollte, dem konnte nicht entgehen, daß Deportationszüge rollten.“ [32]

 

    Daß „Deportationszüge“ rollten, bestreitet ja niemand. Bestritten wird nur die systematische Vernichtung von Juden durch Vergasung. „Allen Angehörigen des höheren Dienstes im Ribbentropschen Auswärtigen Amt war spätestens ab 1941 bekannt, daß die Juden physisch ausgerottet werden sollten“, gab  der Vertraute von Staatssekretär Ernst von Weizsäcker, Gesandter a. D. Albrecht von Kessel, in Nürnberg zu Protokoll.“ [33]                                                                                         

    In Nürnberg, vor dem Rache- und Foltertribunal, wurde viel zu Protokoll gegeben. SS-Obergruppenführer Walter Schellenberg behauptete, was er später in Nürnberg auch zu Protokoll gab, daß die in Katyn ermordeten polnischen Offiziere Gefangene des KL Sachsenhausens waren, welche in polnischen Uniformen gesteckt, nach Katyn transportiert, dort erschossen und verscharrt wurden.[34]                                       

    SS-Obergruppenführer Karl Wolff wurde am 30. September 1964 nach zehnwöchiger Verhandlung wegen Teilnahme an der Ermordung von 300 000 Juden zu 15 Jahre Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre verurteilt. Der Prozeß war ein reiner Indizienprozeß. Der Vorwurf der Anklage, Wolff habe an der Vernichtung von 300 000 Juden mitgewirkt, konnte nicht aufrechterhalten werden. General Wolff behauptete immer wieder, daß er nicht wußte, daß die Juden in Auschwitz vernichtet werden sollten. Richter Jörka meinte, daß er, „als Auge und Ohr Himmlers, dies genau gewußt haben mußte.“ [35] Auch andere Mitglieder des Gerichts (3 Berufsrichter und 6 Geschworene) sahen keinen klaren Schuldbeweis und zögerten mit dem Urteil. Entsprechend lang - 8 Tage - dauerten die Beratungen. Das schließlich mit einer Stimme Mehrheit gefällte Urteil von 15 Jahren kam so zustande:                                                                                                                                 

Der Richter Jörka habe massiv betont, dies sei ein politischer Prozeß, alle Welt schaue auf das Gericht; es müsse Wolff darum verurteilen. Stimmen Sie getrost für 15 Jahre! Nach einem Jahr wird Wolff sowieso begnadigt.“[36]

    So die Aussage des Schöffen Norbert Kellnbergers.  Der Herrgott, auf den die Richter einen Eid geschworen haben, schaut heute nicht mehr herunter auf das Gericht. Der Herrgott war in diesem Falle Dr. h. c. Simon Wiesenthal, Träger des Bundesverdienstkreuzes: „Von Wien aus verfolgte der Eichmann-Jäger Simon Wiesenthal, der schon an dem Prozeß von 1964 maßgeblich Anteil hatte, jeden weiteren Schritt des nur wegen seiner schlechten Gesundheit entlassenen Karl Wolff. ... Wolff wurde erst nach 12 Jahren aufgrund gesundheitlicher Umstände aus dem Gefängnis entlassen.                                                                               

 

    Beim Tode des SS-Obergruppenführers Karl Wolffs schrieb „Der Spiegel“, für viele Leser eine wahre,  zitierbare Primärquelle: „Karl Wolff wurde 1964 wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300 000 Fällen vom Münchner Schwurgericht zu 15 Jahre Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für 10 Jahre verurteilt.“ [37]

 

   So ist also gerichtlich belegt, bewiesen durch eine Primärquelle, daß Juden in Auschwitz ermordet wurden.

 

    Hermann Kurzke schrieb in der FAZ: „Einen schlechterdings ‚richtigen', ‚gelungenen', Umgang mit den Stätten der NS-Verbrechen gibt es wahrscheinlich gar nicht. Das war vor einem halben Jahrhundert nicht anders. Mit den Pogromen hatten auch die Exilschriftsteller Ausdrucksschwierigkeiten, dies hatten sogar die Juden unter ihnen. So unglaublich wie es klingt: es gab in der Exilliteratur von 1933 bis 1945 fast keine Darstellung der nationalsozialistischen Judenvernichtung."[38]                                     

    Mit Recht schrieb daher Pater Robert Graham S. J: „Sogar die Juden wußten nicht, was ihrem eigenen Volk widerfuhr.“     

    Der Jude Dr. Benedikt Kautzky, ein prominenter, österreichischer,   sozialistischer Politiker, der sieben Jahre in KL verbrachte, davon vier im Lager Auschwitz-Birkenau, schrieb in „Teufel und Verdammte“, erschienen 1945: „Ich muß der Wahrheit gemäß sagen, daß ich in keinem Lager jemals eine Einrichtung wie ein Vernichtungslager angetroffen habe.“ [39]   

    Daraufhin wurde er von gewissen Kreisen heftig angegriffen und ergänzte dann seine Aussage in der zweiten Auflage: „Ich habe einige Ergänzungen und Berichte angebracht, die mir seit der Veröffentlichung der 1. Ausgabe teils in Kritiken, teils in Privatbriefen zugekommen sind. Ich will hier nur eine kurze Schilderung der Gaskammern einflechten, die ich zwar nicht selbst gesehen habe (Fettdr.d.V.), die mir aber von so vielen glaubwürdig dargestellt worden sind, daß ich mich nicht scheue, diese Schilderung hier wieder zu geben. ... Die nackten Opfer wurden ... in einem anderen Raum zusammengepfercht, der gekachelt und mit Duschen versehen war. ... War der Raum voll, wurden die Türen zugeschlagen und die Duschen in Tätigkeit gesetzt. Ihnen entströmte kein Wasser sondern Gas. ... In Auschwitz sind durch Massenvergasungen mindestens 3 ½  Millionen Menschen getötet worden.“ [40]

    Der schon zitierte Spiegelredakteur Fritjof Meyer teilte uns in der Zeitschrift  „Osteuropa“, Nr.5/2002, S. 631-641, mit,  wie es zu den Millionen von ermordeten Juden gekommen ist: „Nach drei Tagen Schlafentzug (41; Butler: Clarke thrust his service stick under the man's eylids){steckte ein Streichholz unter die Augenlieder}, gefoltert, nach jeder Antwort verprügelt, nackt und zwangsweise alkoholisiert (Clarke nach Butler, Legions of Death [Fn.40], S. 236 f. : „We had rammed a dorch in his mouth" {wir rammten einen Stock in seinen Mund}; „the blows and screams were endless“{die Schläge und Schreie hörten nicht auf}, Butler, S. 236 f. : Clarke's hands crashed into the face of his prisonier) {Clarke schlug die Faust den Gefangenen ins Gesicht}, war die erste Vernehmung ‚unter schlagenden Beweisen' zustandegekommen; so berichtet auch Höß selbst: ‚Was in dem Protokoll drin steht, weiß ich nicht, obwohl ich es unterschrieben habe. Doch Alkohol und Peitsche waren auch für mich zuviel.' (43; Broszat, Kommandant [Fn. 17], S. 149); er unterzeichnete um 2.30 nachts mit angestrengter Unterschrift diese Sätze: In Auschwitz selbst sind meiner Schätzung nach ca. [sic] 3.000.000  Menschen ums Leben gekommen. Schätzungsweise, nehme ich an, daß [sic] davon 2.500.000 vergast worden sind; (44; Nbg. Dok. NO - 1210).“ [41] 

 

    Den Memoiren Telford Taylors, Brigadegeneral und Hauptankläger bei den amerikanischen Kriegsverbrecherprozessen in Nürnberg, ist zu entnehmen, „daß er, einer der Intelligentesten und Bestinformierten auf der Anklägerseite, von der Judenvernichtung der Nazis erst im Nürnberger Verfahren Kenntnis erlangt hatte.“ [42]

    Wie konnte Winston Churchill in seinen Büchern über den Zweiten Weltkrieg (6 Bände und über 4448 Seiten) es unterlassen, fragte sich Professor Richard Lynn von der Universität Ulster, Auschwitz nicht  erwähnen? Es findet sich auch kein Hinweis auf den Völkermord an den Juden und auch keiner auf die sechs Millionen.

    Der brittisch-jüdische Psychologe und Verfasser einer Churchill Biographie, Martin Gilbert, meinte zu Auschwitz:  Zwischen Mai 1942 und Juni 1944 sind keine Nachrichten in den Westen gelangt, die für die vertriebenen Juden auf Auschwitz … als Vernichtungsort hingewiesen hätten. Auch hatte der Name Auschwitz für den keinen Eindruck hinterlassen, der dabei war, ein ausführlicheres Bild über das Schicksal der Juden zu erforschen. Das Geheimnis über die Gaskammern in Auschwitz wurde erst im Juni 1944 gelüftet.“ [43]

    Wie soll man sich erklären, daß General Dwight Eisenhower in seinem Buch „Crusade in Europe“ (559 Seiten) die Judenvernichtung auch nicht erwähnte. Ebenso schweigsam war General de Gaulle in seinem dreibändigen Werk  (2054 Seiten) „Mémoires de Guerre“.

 

    Der bekannte jüdisch-französische Publizist, Prof. Raymond Aron, der in London zum engeren Kreis um de Gaulle gehörte und nach eigenem Bekunden keine Kenntnis von der systematischen Vernichtung europäischer Juden hatte, glaubte, daß die alliierten Behörden dies bewußt verschwiegen haben.[44] Warum sollten sie dies? Es wäre doch ein gefundenes Fressen für ihre Kriegspropaganda gewesen!

 

    In seinen Erinnerungen schrieb Prof. Raymond Aron: „Wir wußten um die Tätigkeit des Widerstandes, um die Repressionen durch die Gestapo, um die Deportation der Juden. Aber wie konnten wir in unserer Redaktion in London wissen, daß der Transport von Juden nach dem Osten etwas anderes bedeutete als die Deportation von Widerstandskämpfern, die durch die Gestapo erwischt wurden? Noch heute quälen mich Zweifel. Was wußten wir in London von diesem Völkermord wirklich? Haben die englischen Zeitungen berichtet? Und wenn sie es getan haben, in Andeutungen, Vermutungen oder in Fakten. Klar war mir nur in etwa folgendes: Die Konzentrationslager waren brutal, und die Zahl der Personen, die dort zu Tode kamen, waren sehr hoch, doch an die Gaskammern, an die technisierte Ermordung von Menschen habe ich, das muß ich gestehen, nicht gedacht, weil ich mir das nicht vorstellen konnte, und ich habe deshalb auch nichts davon gewußt.“ [45]

    Aber der Historiker Saul Friedländer wußte es. Er sagte bei der Preisverteilung des Friedenspreises der deutschen Buchhändler am 13. Oktober 2007 in Frankfurt am Main „Ich wußte natürlich schon vorher, daß ich Jude bin. Ich überlebte ja versteckt in einem katholischen Kloster, niemand durfte wissen, daß ich Jude war. Aber dann erzählte mir ein katholischer Priester das erste Mal vom Holocaust. Er erzählte, was in Auschwitz passiert war. Und daß meine Eltern dort umgekommen waren. Ich habe erst vor kurzem erfahren, daß dieser Priester gegen eine päpstliche Anordnung gehandelt hat, indem er mich auf meine wahre Identität hinwies. Auf Anweisung des Papstes hätten die jüdischen Kinder, die während des Kriegs zum Katholizismus konvertiert waren, eigentlich in den Klöstern behalten werden sollen.“ Kann er diese Anweisung belegen?

    Auch Anne Frank wußte es. Sie hatte ihr Wissen von englischen Sendern. Am 9. Oktober 1942 vermerkte sie in ihrem Tagebuch: „Wenn es in Holland schon so schlimm ist, wie muß es dann erst in Polen sein? Wir nehmen an, daß die Menschen ermordet werden. Der englische Sender spricht von Vergasungen, vielleicht ist es die schnellste Methode zu sterben (dies muß Prof. Raymond  Aron und Werner Lansburgh  überhört haben).“ [46]

 

    Der schon zitierte Historiker Joachim Fest erfuhr es von seinem Vater, der 1942 Berichte von BBC über die Vergasungen von Juden hörte, aber glaubte, es sei Greuelpropaganda, wie sie von den Alliierten im Ersten Weltkrieg verbreitet wurden.

 

    Der renommierte Historiker David Irving schrieb in „Hitler und die Genesis der ‚Endlösung’“: „Alle überlebenden Adjutanten, Sekretärinnen, Stabsstenographen hätten übereinstimmend bezeugt, daß von der Vernichtung (Extermination) der Juden im Führerhauptquartier niemals die Rede gewesen sei.“

 

    Svenska Dagbladet vom  14. November 1945 schrieb: „Papst Pius XII. bewilligte einem ehemaligen deportierten ‚französischen Journalisten’, der jetzt bei ‚Paris Matin’ tätig ist, ein Gespräch. ‚Der Journalist äußerte dem Papst gegenüber sein Erstaunen, daß er von den furchtbaren Verbrechen nichts gewußt hatte. Der Papst erklärte, daß er erst nach dem Kriege davon erfahren habe.’“  [47]

 

    Während des oben zitierten Prozesses am Münchner Landgericht sagte SS-General Wolff, der bei Ende des Krieges mit dem Papst über den Status des Vatikanstaates verhandelte: „Der Papst war über Deutschland erstaunlich gut informiert. ... Er ging dann auf die Kriegslage ein und es erwies sich, daß er auch darüber über gute Kenntnisse verfügte." [48] 

 

    Aber Dr. N. Swerdlin wußte natürlich, daß der Papst alles wußte: „Der Papst hat gewußt, daß die Nazis Millionen Juden ermordeten, hat aber geschwiegen.“ [49]

 

    Der Papst wußte früher schon vom Holocaust, schrieb auch  die israelische Historikerin Dina Porat. Sie fand die Belege in einem Briefwechsel zwischen dem Gesandten der Jewish Agency, Haim Barras, und dem damaligen Nuntius Giuseppe Roncalli, der spätere Papst Johannes XXIII. Barras Briefe befanden sich in einem Privatarchiv in Israel, dessen Besitzer nicht genannt werden wollen. Sie erlaubten aber Dina Porat die Dokumente durchzusehen. [50]

 

    Auf deutsch gesagt: Der Papst wußte nichts! 

 

    In einer Presseerklärung wiesen der französische Jesuitenpater Pierre Blet und Kardinal Pio Kaghi darauf hin, daß dem Papst Pius XII. außer Gerüchten nie konkrete Beweise vorlagen, daß es einen Plan zur Vernichtung der Juden durch physische Vernichtung gegeben habe.[51]

 

    Der  schon oben zitierte Pater Robert Graham schrieb in „La Civilta Cattolica“ vom 20. Januar 1992 an Mr. Hans J. Raab 512S.W. 15th St. Fort Lauerdale, FL 33315-1709:   Verehrter Herr Raab, die Frage, warum die Vernichtung der Juden selbst denen unbekannt geblieben war, die es hätten wissen müssen, hat mich lange irritiert. Sogar die Juden wußten nicht, was ihrem eigenen Volk widerfuhr. Ich war ein regelmäßiger Leser der NYT (New York Times) in diesen Zeiten, und das Wort Auschwitz spielte keine Rolle. Und die Spezialisten, die sich 1945 auf die Nürnberger Tribunale vorbereiteten, mit ihrem privilegierten Zugang zu Geheimdienstinformationen, darunter auch eine große Anzahl von Juden, wußten unglaublich wenig über Auschwitz. Dies geht aus ihrer Eröffnungsanklage nach Kriegsende klar hervor. Und auch aus der Eröffnungsrede des Anklägers Jackson.

Es war eine ‚Greuelgeschichte', und die alliierten Propagandisten waren fest entschlossen, sich nicht zu einer selbstzerstörerischen Kampagne hinreißen zu lassen, die Nazis hätten 6 Millionen Juden vergast. Wer hätte das damals glauben können? Oder zwei Millionen oder eine, wenn Sie wollen. Herzlichst  gez. Robert A. Graham, S. J.  P. S.,   Der Vatikan weiß also, Englisches Original im Internet“ 

 

    Pater Graham ist ein renommierter Historiker und einer der Herausgeber der „Vatikanischen Dokumente über den Zweiten Weltkrieg“. Er sagte auch, daß im US-Außenministerium die Existenz von Todes-Gaskammern in KL nicht als erwiesen galt (insufficient evidence) und auf offiziell alliierter Seite unerklärliches Schweigen herrschte.

 

    Der jüdische US-Historiker, Professor Dr. Arno Mayer, meinte: „Zwischen 1942 bis 1945 wurden überdies – jedenfalls in Auschwitz – wahrscheinlich aber auch überall sonst – mehr Juden durch sg. ‚natürliche’ Ursachen  getötet als durch ‚unnatürliche’.“ [52]

    So schrieb auch der jüdische US-Historiker Yosef Yerushalmi in „Zachor: Erinnere Dich!“: „Der Holocaust hat bereits mehr historische Forschungstätigkeit ausgelöst als jedes andere Ereignis der jüdischen Geschichte, doch für mich steht völlig außer Zweifel, daß sein Bild nicht am Amboß des Historikers, sondern im Schmelztiegel des Romanciers geformt wurde."

 

    Es ist schon erstaunlich, daß auch Leo Baeck, der renommierte Rabbiner, in seinem 1946 in Berlin erschienen Buch „Der Sinn der Geschichte“ nichts über den Holocaust oder die Shoah schrieb. Nichts läßt er erkennen, daß er im Alter von 73 Jahren, ein Überlebender des Lagers Theresienstadt (war laut Salomon Korn in: „Die fragile Grundlage“ ein Vernichtungslager [53]). Er könnte doch mit seiner Erfahrung unter dem Nationalsozialismus ein Zeugnis ablegen. Er sagte nichts, er schrieb nichts, er richtete nicht, er klagte auch nicht an. 1946 referierte Leo Baeck in London über „Changes in Jewish Outlook“. Hätte er den Holocaust oder Auschwitz als Wende angesehen, dann hätte er dies hier sagen müssen. Er erwähnte dies nicht. Gab es für ihn keinen Holocaust, kein Auschwitz? Weiter schrieb er, dieser humane, aufrichtige Jude: „Wie der Schuldige gesucht werden soll, soll auch der Unschuldige gesucht werden, und wenn er in Not ist, soll ihm Hilfe zuteil werden. Die Hand, welche hilft, soll auch die Hand sein, welche richtet und straft; dadurch erst wird die Hilfe ein Ganzes. Beides zusammen ist die ganze Gerechtigkeit.“   

 

    Der Jude Dr. Dr. Erwin Goldmann meinte zu diesem Problem: „Bei vollem Verstehen für Zorn, Empörung, Wut und Rache, die nun einmal in allen Menschen und Völkern aufflammen können, darf man uns (die Deutschen) nicht von jüdischer Seite immer wieder einfach als ‚ein Volk von Mördern’ hinstellen. Aus dem vorher Gesagten ist zu entnehmen, daß mir jede Verharmlosung fernliegt. Aber sollte nicht auch ein ungetrübter Blick in die Geschichte und Gegenwart aller Völker vor Übersteigerungen warnen? Es gibt nicht nur ein einziges und ein einmaliges Volk von Mördern! Auch das Alte Testament läßt uns davon wissen. Und was haben sich die Völker dieser Erde allein seit 1945 einschließlich der Ereignisse im Nahen Osten geleistet? Ich habe oft gesagt, daß sich alle mühen sollten, die eigenen Irrwege und Sünden zuerst zu erkennen. Dann bleibt im kleinen wie im großen Bereich wenig Zeit, um über die Missetaten anderer ständig und hart zu richten.“ [54]

 

    Über die Beschlüsse bei der Konferenz der „Großen Drei“ in Potsdam (nach 1945) schrieb der bekannte jüdisch-britische Verleger Victor Gollancz, was sich die Politiker nach dem Krieg alles geleistet haben: „In vier Worten läßt sich der Inhalt der Entscheidung ausdrücken: Landraub, wirtschaftliche Versklavung, Zwangsverschickung und  Ausplünderung. Sämtliche Tatbestände bilden, man möge sich dessen erinnern, den Inhalt auch der Hauptanklagen in den Nürnberger Prozessen.“ [55]

 

    Sogar die „New York Times“ erboste sich über die Machenschaften der alliierten Politiker auf der Potsdamer Konferenz von 1945:  Sie schuf die Voraussetzung für den ‚unmenschlichsten Beschluß’, der jemals von Regierungen im Namen der Menschenrechte gefaßt worden sei.“ [56]

 

    An die 15 Millionen Deutsche wurden vertrieben und bei dieser „Zwangsverschickung“ wurden  rund 5 Millionen Deutsche getötet! 

 

   Naiv, wie ich damals in der Emigration war, glaubte ich auch an die Versprechungen der „Atlantik Charta“ vom 14. August 1941. Ich hegte auch die naive Ansicht, daß, wenn Deutschland besiegt ist, die Welt auf friedlichen Pfaden wandeln könne, wie Churchill dies im Unterhaus am 21. September 1943 sagte, um die Zustimmung des Parlaments für die „Bedingungslose Kapitulation“ zu erhalten, die  auch Millionen von Menschen das Leben kostete, aber für diese Politiker waren Tote nur Kollateralschäden: „Die Zwillingswurzeln aller unserer Übel, Nazityrannei und preußischer Militarismus, müssen ausgerottet werden. Bevor dies nicht erreicht ist, wird es kein Opfer geben, zu dem wir nicht bereit wären, und keine Gewaltmaßnahmen, die wir nicht anwenden werden. Deutschland, diese Weltpest, muß am Boden liegen, damit die Welt wieder auf friedlichen Pfaden wandeln kann.“ [57]

 

    Beim Eintreffen in Potsdam zu der Konferenz der „Großen Drei“  bestätigte US-Präsident Harry Truman die Kriegsziele der Alliierten: „Wir  sind heute hier, die Siegerflagge in der Hauptstadt unseres größten Gegners zu hissen. Wir mußten dieses Land total besiegen (was zusätzlich Millionen von Menschen den Tod gekostet hat-d.V.), damit die Welt in Zukunft auf den Spuren des Friedens wandeln kann. Amerika sieht einer besseren Welt entgegen, einer friedlichen Welt, wo alle Menschen, und nicht nur wenige, die Möglichkeit haben, das Gute des Lebens zu genießen. Laßt uns nicht vergessen, daß wir für den Frieden und für die Entwicklung der Menschlichkeit gekämpft haben. Wir haben nicht gekämpft, um Gebiete zu erobern. Wir wollen keine territorialen Gewinne und keine monetären.[58] Wir wollen Frieden haben und die Zeit kommen sehen, wo wir die Sachen machen können, die wir nicht während des Krieges machen konnten. Wenn wir unsere gewaltige Kriegsmacht, die den Sieg möglich machte, für den Frieden einsetzen, können wir dem goldenen Zeitalter der menschlichen Geschichte entgegensehen.“ [59]

 

    Es wird mir wohl niemand widersprechen, daß wir heute nicht auf friedlichen Pfaden wandeln und daß wir in keinem goldenen Zeitalter leben. Also kann es nicht an Adolf Hitler, an der Nazityrannei, am  preußischen Militarismus und auch nicht an der deutschen Weltpest  gelegen haben, daß es heute keinen Frieden auf dieser Welt gibt.

 

    US-Professor John Mearsheimer schrieb in „The Tragedie of Great Power Politics”: „Seit 1945 wurden rund 250 Kriege geführt. Dabei kamen an die  35 Millionen Menschen ums Leben. Davon 70 Prozent  unter der Zivilbevölkerung.“

 

    Martin Broszat, der verstorbene Leiter des „Münchner Instituts für Zeitgeschichte“, bemerkte in einem Brief an den Holocaustforscher Saul Friedländer, „daß er von der ‚geschichtsvergröbernden’ Erinnerung der Opfer überzeugt sei,[60] die, ‚absolut gesetzt’, die ‚wesentliche (n) Zugänge geschichtlicher Erkenntnis’ versperre und ‚historischer Gerechtigkeit’ nicht genügen könne. Die ‚intensive jüdische Erinnerung an den Holocaust’ berge umgekehrt gleichsam die Gefahr, die Geschichte des Dritten Reiches ‚von hinten aufzurollen, anstatt sie, wie das der historischen Methode entspricht, nach vorwärts zu entfalten.’ Hier aber müsse die Forschung gegen Erinnerung angehen. … Auschwitz werde zum ‚Zentralereignis der Hitlerzeit’, stelle die ‚ganze Geschichte in den Schatten’ und mache die Judenvernichtung ‚sogar zum alleinigen Maßstab der geschichtlichen Perzeption dieser Zeit.’ … Geschichtswissenschaft selbst ist die beste, die gerechteste und authentischste Form der Erinnerung.“ [61]

    Der renommierte Historiker und Adenauer-Preis-Träger, Professor Ernst Nolte, forderte auch eine geschichtswissenschaftliche Auseinandersetzung: „Gleichwohl stände es um die etablierte Literatur, wenn sie sich mit den Auffassungen dieser Autoren (Revisionisten) … sachlich auseinandersetzte, statt immer bloß von ‚Rechtsradikalen’ zu sprechen. So sind nicht nur gegen das Protokoll, sondern sogar die Tatsache ‚Wannsee-Konferenz’ ernste Zweifel vorgebracht worden, die meines Wissens nirgendwo in der Literatur erörtert werden. Nicht nur fehlt in der Anwesenheitsliste die wichtigste Person, nämlich Reinhard Heydrich, sondern es ist auch weder die Zeit des Beginns noch diejenige des Endes vermerkt. Aber es bleibt beklagenswert, daß die elementarste Regel der Wissenschaft ’audiatur et altera pars’ in der etablierten Literatur so weitgehend außer Kraft gesetzt zu sein scheint.“ [62]

 

    Dem schloß sich der berühmte jüdische Literaturhistoriker Karl-Heinz Bohrer an. Er schrieb: „Deutsche Geschichte ist zur bloßen Vorgeschichte von 1933 mediatisiert und die Nation ihres geschichtlich gewachsenen Selbstbewußtseins beraubt worden. Deutsche Geschichte wird, indem sie als Vorgeschichte funktionalisiert ist, gleichzeitig als Nichtgeschichte annihiliert.“ [63]

 

    Wozu diese Erinnerung dient, sagt uns der Wiener Professor Rudolf Burger, Ordinarius für Philosophie: „Das Gerede von einer angeblich drohenden Wiederkehr des vermeintlich Verdrängten sei ‚keine analytische Kur mit kathartischer Wirkung, sondern eine politische Erpressungsstrategie mit moralischen Mitteln. Der psychoanalytische Sektendiskurs, dessen Schlagworte immer noch, trotz aller methodologischen Kritik, die öffentliche Debatte durchziehen, liefert dafür nur die begrifflichen Instrumente. ... Daß die Erinnerung an das Böse vor dessen Wiederholung schützt, ist also eine höchst fragwürdige These (siehe Israel, wo zur Zeit Verbrechen geschehen, die zum Himmel schreien!), auf historische Erfahrung stützen kann sie sich nicht. … Real ist die Nazizeit so versunken wie Karthago. Das mumifizierende Gedenken entzaubert sich zum Mythos.  So erbt sich das Unheil fort, als Kleingeld der Politik und als schamloses Geschäft. ... Wie die Dinge liegen, wäre Vergessen nicht nur ein Gebot der Klugheit, sondern auch ein Akt der Redlichkeit; und es wäre eine Geste der Pietät. Schlimme Folgen hätte es keine, nur vielleicht für das Geschäft. Kollektives Vergessen kann genausowenig verordnet werden wie kollektives Erinnern.“ [64]

 

        Der von mir sehr geschätzte, ehemalige Reichskanzler Heinrich Brüning wurde am 28. Januar 1938 von der „Royal Commission on Dominion Provincial Relations“ gefragt (die Commission befaßte sich mit der Reform der kanadischen Verfassung), welche Bürgerfreiheiten er für unentbehrlich (essential) ansehe, um eine freiheitliche Staatsordnung sicherzustellen,  nannte dieser Politiker  unumwunden aufgrund seiner Erfahrung in der Weimarer Republik als erstes die „richterliche Unabhängigkeit und als zweites die vollständige Redefreiheit in politischen Fragen.“ [65]

 

    Der verstorbene Zentralratsvorsitzende der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, war  der Ansicht: „Wir geben den Weg zu einer schrankenlosen Geschichtsforschung nicht frei.“ [66]

 

    Und Ignatz Bubis, sein Nachfolger, gibt die historische Forschung erst frei, wenn der letzte Überlebende von Auschwitz gestorben ist. Da können wir noch lange warten. Denn als „survivors“ (Überlebende) bezeichnen sich heute viele Kinder und Enkel der in KL gefangenen Juden. Ich habe im Fernsehen gesehen, daß in Israel Enkel von ehemaligen deutschen Häftlingen, sich die Nummern ihrer Großväter in den Arm tätowieren.

 

    Chaim Bermant, Chefkommentator des „Jewish Chronicle“, schrieb eine Schrift mit dem Titel „Ein Affront gegen die Freiheit“. Darin ärgert er sich am meisten, „daß gerade Juden zur Beschränkung der Redefreiheit beteiligt  seien. …  Mit anderen Worten: Keine Gefahr, die entstanden ist, oder die durch Verbreitung revisionistischer Literatur entstehen könnte, ist bei weitem so gefährlich wie der entstehende Verdacht, daß es etwas zu verheimlichen gibt.“ [67]

 

    Da uns Juden verbieten, über den Holocaust zu forschen, und fordern, an den Holocaust zu glauben, da ja alles offenkundig ist, müssen wir uns das Recht  der freien Meinungsäußerung erkämpfen. Es ist in einem demokratischen Staat nicht hinzunehmen, daß Zweifler an historischen Ereignissen  als widerliche Lügner verleumdet, verfolgt und bestraft werden. Auch mir liegt jegliche Verharmlosung des NS-Systems fern. Ich mußte selber darunter leiden. Auf der Flucht nach Schweden legte ich ein Gelübde bei meinem Schutzpatron dem Hl. Georg ab, mich immer für eine unabhängige Justiz und für die freie Meinungsäußerung einzusetzen, falls die Flucht gelingen sollte.  Nie hätte ich geglaubt, daß nach diesem furchtbaren Krieg die Gerichte gegängelt und die freie Meinungsäußerung dermaßen unterdrückt wird.

 

     Kardinal Joseph Frings schrieb in seinem Katechismus (Düsseldorf 1956): „Die Lüge verdirbt das Herz, zerstört das Vertrauen unter den Menschen und stiftet unermeßliches Unheil in der Welt. Gott hat uns die Fähigkeit gegeben, unsre Gedanken auszudrücken und andern mitzuteilen. Wenn wir nicht anders reden und uns nicht  anders benehmen, als wir im Herzen denken, sind wir wahrhaftig.“

 

 

 

 

Der Verfasser, geb. am 13.7.1919 als Sohn der Bauereheleute Georg und Maria Wiesholler aus Chieming am Chiemsee (Hausname „Denglhamer“), nach dem Volksschulbesuch Arbeit auf dem elterlichen Hof, dann freiwillig; zum Arbeitsdienst und zur Kriegsmarine. Für Tapferkeit mit dem EK II ausgezeichnet. Bald in Opposition zum Nationalsozialismus, Flucht nach Schweden, Arbeit bei einem Bauern in Hagbyhamn (Harald Andersson) und Besuch der Landwirtschaftsschule in Hammenhög (Schonen).

Anschließend Gymnasium und nach dem Examen zum Abitur Versuch zur Rückkehr nach Deutschland. Nach Nichtanerkennung des schwedischen Abiturs (Maunz) Studium in Schweden und Staatsexamen für das „Höhere Lehramt" in Deutsch, Geschichte und Politische Wissenschaft. Anstellung als Lehrer im Landschulheim Ising, Entlassung nach 3 Jahren, erneute Emigration mit Frau und 6 Kindern. Später Anstellung als Lehrer am Ubbo-Emmius-Gymnasium in Leer (Ostfriesland) bis zum Ruhestand.

 

 

Georg Wiesholler ist Verfasser von verschiedenen Schriften:

Die verhinderte Demokratie

Die freie Meinungsäußerung

Die Missionare

Der Revisionismus

Die Augenzeugen

Jetzt sind wir alle Amerikaner, weil...

Salomon Korn: Die fragile Grundlage. Eine Besprechung dieses Buches

Theresienstadt. Ein Vernichtungslager?

Abriß der Geschichte Polens

Israel. Eine historisch kritische Betrachtung 

„Die Wahrheit wird euch frei machen. Zeitgemäße Betrachtungen eines Unzeitgemäßen“

 

 

 



[1] Israels usikre framtid, Aftenposten, 23.1.2009.

[2] Am 20. Februar 2006 im Zusammenhang mit der Verurteilung David Irvings.

[3] Frankfurter Allgemeine, 28.1.2000, S.45.

[4] Frankfurter Allgemeine, 6.1.1999, S.38.

[5] J.Leibowitz,,  Gespräche über Gott und die Welt.,  S. 11 f.

[6] Aftenposten, 5. 8. 2006,  Seite 4.

[7] Kritik des Zionismus von innen, Frankfurter Allgemeine, 21.6.2007, S.42.

[8] J.G.Burg, Mossadpädagogen, Bad Kissingen, S. 3.

[9] American Neturei Karta, Rabbi Schwartz, New York Times, 30.9.1997.

[10] Der leitende Spiegel-Redakteur Fritjof Mayer kam in : „Zahl der Opfer in Auschwitz. Neue Erkenntnisse

   durch Archivfunde“  in der Zeitschrift „Osteuropa“  (Nr.5/2000) auf rund 360 000 Tote.

[11] Der Holocaustüberlebende (?) Max Mannheimer nannte Bischof Williamson einen „widerlichen Antisemiten“.

  (Süddeutsche Zeitung, 30.1.09, S. R 1)

[12] Knobloch stoppt Dialog mit Kirche, Süddeutsche Zeitung, 30.1.2009, S. 5.

[13] Max, eine Zeitschrift für Jugendliche, Nr.16/2001-2002.

[14] Der Bischof hat in der Kirche nichts zu suchen, Abendzeitung (München), 29.1.2009, S. 15.

[15] Inakzeptable Aussagen, Süddeutsche Zeitung, 27.1.2009, S. 6.

[16] A. Augustinus, Über die Lüge und gegen die Lüge, Würzburg 1986, S. 7, hg von P. Keseling.

[17] Was die Deutschen wissen konnten. Die Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten war für die

   Zeitgenossen ein „offenes Geheimnis“, Süddeutsche Zeitung, 27.12.2006, S. 9.

[18] Hitler an der Macht, Phoenix, 20.8.2006, 13:15 Uhr.

[19] Frankfurter Allgemeine, 15.1.1997.

[20] Siehe dazu: Der Briefwechsel zwischen S. Ben-Chorin und H. J. Schoeps, Frankfurt  1989, S.35!

[21] Werner Lansburgh, Feuer kann man nicht verbrennen, Frankfurt a. Main 1990, S. 158.

[22] Das verdammte 20. Jahrhundert. Erinnerungen und Reflexionen eines politisch Unkorrekten, Hildesheim

    2006, S. 286, Anm. 78.

[23] Svenska Dagbladet, 21.4.1945.

[24] The Times, 29.8.2001.

[25] Heinrich Breloer in einem Gespräch mit Redakteuren des Sender Phoenix am 23.4.2005.

[26] Süddeutschen Zeitung , 11. Mai 2005.

[27] Claus Jacobi, Wie viele haben im Dritten Reich vom Holocaust gewußt, Bild, München, 18.10.2003.

[28] ARD,12.7. 2005.

[29] Frankfurter Allgemeine, 19.4.1995.

[30] Hamilton, Alastair, The Appeal of Fascism, Dublin 1971, S.162.

[31] War es den Wenigen möglich in aller Heimlichkeit 6 Millionen Juden zu ermorden?

[32] Zit. n. Mensch & Maß, Folge 18/23.9.2003.

[33] Dr. Manfred Steinkühler, Von 1941 an, Leserbrief in der FAZ vom 4.4.2006.

[34] Svenska Dagbladet, 29. 6. 1945.

[35] Aber über ein Ereignis, das nicht stattgefunden hat, konnte auch das Auge und Ohr Himmlers nichts wissen.

[36] G. Giese, Der Mann, der den Papst verschleppen sollte, neue bildpost, 9 Folgen, 21.4.1974 bis 16.6.1974.

[37] Der Spiegel, Nr.30/1984, S.144.

[38] H.Kurzke, Frankfurter Allgemeine, 1.4.1989.

[39] Scheidl. Geschichte der Verfemung Deutschlands, S. 53.

[40] Zit.n.Rassinier, Was ist die Wahrheit, S. 89.

[41] Fritjof Mayer, Zahl der Opfer in Auschwitz. Neue Erkenntnisse durch  Archivfunde in: Osteuropa, Mai 2000.

[42] Frankfurter Allgemeine, Magazin, 22.10.1993.

[43] Martin Gilbert, Auschwitz and the Allied, S. 340.

[44] Willy Deutz, Das große Schweigen im Äther, Frankfurter Allgemeine, 13.9.1993.

[45] Raymond Aron, Erkenntnis und Verantwortung,. Lebenserinnerugen, S. 137.

[46] Anne Frank, Anne Frank Tagebuch, S. 64.

[47] Svenska Dagbladet, 14.11.1945.

[48] neue bildpost, 19.5.1974.

[49] Neue Beweise, daß der Papst ein Nazifreund war, Neue Jüdische Zeitung, 4.12.,1964, S. 4. 

[50] Vatikan wußte früher vom Holocaust, Münchner Merkur, 6.12.2006, S. 4.

[51] Politische Hintergrundsinformation, PHI, Nr.39/1999.

[52] Jörg von Uthmann, Holocaust und Kumram, Frankfurter Allgemeine, 8.4.1989.

[53] S. Korn bezeichnete es als unverzeihlich, daß ein Holocaust-Leugner gesellschaftsfähig gemacht wurde. …

  Dies habe gezeigt, daß der Papst „die Versöhnung mit den Juden , die seine Vorgänger vorangebracht haben,

  infrage stellt“.

[54] Erwin Goldmann, Zwischen zwei Völkern. Ein Rückblick, Königswinter 1975, S. 141.

[55] Hans Grimm, Die Erzbischofschrift. Antwort eines Deutschen. Göttingen: Plesse 1950.

[56] Das andere deutsche Thema, zit. n. Neue Zürcher Zeitung vom 22. Dez. 2008, S. 27.

[57] Gleich nach dem Krieg meinte er: Wir haben das falsche Schwein geschlachtet und wollte gegen die SU Krieg

   führen. (Nichts als die Wahrheit, Süddeutsche Zeitung, 13.8.2003, Frankfurter Allgemeine, 13.9.2005). 

[58] Die Konferenz von Bretton Woods hatte bereits stattgefunden, wo die Amerikaner allen den Dollar als

  Leitwährung aufzwangen, mit deren Hilfe sie heute überall auf der Welt Kriege führen können.

[59] Dagens Nyheter, 21.7.1945.

[60] So wissen wir, daß einige über Auschwitz Bücher  geschrieben haben, die nie dort waren und auch nie in

    einem KL waren, wie Doessekker alias Binjamin Wilkomirski, Enric Marco und  Bernard Brougham alias

    Bernard Holstein.

[61] Nicolas Berg, Der Holocaust und die westdeutschen Historiker, S. 39 f.

[62] E. Nolte, Der Europäische Bürgerkrieg 1917 – 1945, Frankfurt am Main 1987, S. 592, Anm. 26 und 29.

[63] Karl Heinz Bohrer, Ekstasen der Zeit. Augenblick, Gegenwart. Erinnerung, München 2003.

[64] Europäische Rundschau, Nr.2/2001, S. 11 ff .

[65] Heinrich Brüning, Briefe und Gespräche 1934 – 1935, S. 168.

[66] Blätter für deutsche und internationale Politik, Januar 1987.

[67] Australian Jewish News, 28.2.1997.